US-gestützte Streitkräfte in Syrien entlassen Hunderte von IS-Kämpfern aus Gefangenschaft

US-gestützte Streitkräfte in Syrien entlassen Hunderte von IS-Kämpfern aus Gefangenschaft
SDF-Kämpfer in Rakka, Syrien, 17. Oktober 2017.
400 ehemaligen IS-Kämpfern ermöglichten die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) die Freiheit. Darunter dürfen 120 im Namen des SDF weiterkämpfen. Zivilisten fürchten neue Gewalt. Als Trainingsgebiet dient ein ehemaliges Flüchtlingslager.

Die von den USA unterstütze SDF (Syrian Democratic Forces) setzte 400 ehemalige IS-Kämpfer auf freien Fuß. Dies berichtete SOHR (Syrian Observatory for Human Rights) am Dienstag. SOHR ist eine Quelle für Oppositionelle, der sich auch westliche Medien bedienen. Die Freilassung ereignete sich nur wenige Wochen nach deren Festnahme.

Hinzu kommen Berichte des SOHR, dass 120 der Kämpfer von Deir-ez Zor und Al-Hasakah die Möglichkeit gegeben wurde, ihre Uniformen zu wechseln und Teil des SDF zu werden. Die Folge waren neue Spannungen im östlichen Teil Syriens. Die Bürger, die unter dem IS gelitten hatten, begehrten gegen die neuen SDF-Mitglieder auf. Es soll zu Waffengewalt gegen Zivilisten gekommen sein. Die US-gestützten Truppen intervenierten nicht. 

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Aus dem SOHR-Bericht geht hervor, dass sich unter den freigelassenen IS-Kämpfern auch Kommandeure und hochrangige IS-Angehörige befinden. Laut russischer Berichte aus Syrien trainierten die ehemaligen IS-Mitglieder in einem Flüchtlingslager, welches sich unter SDF-Kontrolle befindet.

Bereits zuvor hatte es Warnungen gegeben, der SDF könnte zu einem Auffangbecken von Soldaten des sogenannten "Islamischen Staates" werden, um in der Region eine neue arabische Armee zu gründen. Dies hätte mehr Terrorismus in Syrien und der Region zur Folge.