Doppelmoral: Wenig Aufmerksamkeit in westlichen Medien für Massen-Proteste in Tunesien

Doppelmoral: Wenig Aufmerksamkeit in westlichen Medien für Massen-Proteste in Tunesien
Proteste in Tunis, 9. Januar 2018
Die Proteste in Tunesien begannen fast zeitgleich mit denen im Iran. Auch in Tunesien treibt die schlechte wirtschaftliche Lage die Menschen auf die Straßen. Aber das vom Westen gelobte Tunesien findet wenig Beachtung in den Medien, der Fokus liegt auf dem Iran.

Die Demonstrationen im Iran sind medial schnell zu einem globalen Ereignis geworden. Und nicht nur die Presse, auch internationale Spitzenpolitiker hatten es eilig, den iranischen Demonstranten ihre Solidarität auszudrücken.

Mehr zum Thema - Exklusiv-Interview: Iraner wollen keine Demokratie nach US-amerikanischem Vorbild

Ganz anders in Tunesien. Auch dort protestieren die Menschen wegen der wirtschaftlichen Verhältnisse gegen die Regierung. Jedoch halten sich Politik und Medien in diesem Falle merklich zurück. Der Unterschied zum Iran? Tunesien gilt nicht als Feind des Westens und steht der US-Außenpolitik nicht im Wege. Die Solidarität mit den Demonstranten verfolgt vor allem politische Ziele.

Mehr lesen - Nicht auf deutschem Boden! Deutschland warnte Iran vor Spionage gegen Israel