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Israelischer Abgeordneter: "Ihr Sohn ist ein Hund, ein Insekt – Sie sind hier nicht erwünscht"

Israelischer Abgeordneter: "Ihr Sohn ist ein Hund, ein Insekt – Sie sind hier nicht erwünscht"
Ein Abgeordneter des israelischen Parlaments bestieg einen Bus aus dem Gaza-Streifen und ging medienwirksam auf eine palästinensische Frau los, die auf dem Weg war, ihren in Israel inhaftierten Sohn zu besuchen. Der Politiker schrie, dass der Gefangene ein "Hund", ein "Insekt" und ein "Terrorist" sei.

"Ihr Sohn ist ein Hund. Er ist ein Hund. Sie kommen, um den Abschaum zu besuchen, der hier im Gefängnis sitzt, den Sie als Ihr Familienmitglied sehen", sagte der israelische Abgeordnete Oren Hazan in einem Video, das auf Facebook veröffentlicht wurde.

"Ich bin ein Mitglied der Knesset [israelisches Parlament]", sagte er und fügte hinzu, "Ich werde dafür sorgen, dass Sie nicht mehr hierher kommen dürfen", denn "Ihre Freunde in Gaza halten unsere Brüder fest". Hazan drohte der palästinensischen Frau, indem er schrie: "Wenn Sie die Botschaft nicht weitergeben, dass wir unsere Kinder zurückhaben wollen, werden Sie weder Ihren Sohn noch Ihren Mann wiedersehen."

Der israelische Abgeordnete, der Mitglied der Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu ist, ging sogar so weit, der Frau gegenüber Todesdrohungen auszusprechen, indem er sagte:

Wir werden deinen Sohn dem Erdboden gleichmachen. Wenn du so weitermachst, wirst du kein Leben mehr sehen".

Hazan war in einen Bus gestiegen, der palästinensische Familien in das Hochsicherheitsgefängnis Nafha in der südisraelischen Wüste brachte. In der Einrichtung sitzen vor allem Palästinenser ein, die wegen antiisraelischer Straftaten verurteilt wurden.

Der Bus wurde von Mitarbeitern des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) begleitet, das die Aktionen des Politikers verurteilt hat.

Das Rote Kreuz sagte, Israel müsse die Sicherheit und Würde der Palästinenser garantieren, die ihre Familienangehörigen im Gefängnis besuchen.

"Familien haben das Recht, ihre Angehörigen in würdiger Weise zu besuchen", sagte Suhair Zakkout, Sprecher des IKRK, in der Erklärung. Es liegt in der Verantwortung der zuständigen Behörden, dafür zu sorgen, dass die Besuche sicher und ungestört stattfinden.

Das Nafha-Gefängnis selbst verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht, da viele der palästinensischen Gefangenen aus israelisch besetzten Gebieten kommen, in denen sie laut Gesetz auch festgehalten werden sollten. Die Familien der Häftlinge brauchen daher Einreisegenehmigungen nach Israel, die nur schwer zu bekommen sind.

Hazan hat bereits mit seinen extremen Statements für Kontroversen gesorgt. Im Juli veröffentlichte er ein Video auf Facebook, in dem er drohte, die gesamte Familie eines Palästinensers zu "exekutieren", der angeblich drei Israelis im besetzten Westjordanland tötete, nachdem Israel strengere Beschränkungen für die Einreise von Palästinensern durchgesetzt hatte.

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