Irak: Mindestens vier Tote bei IS-Angriff trotz angeblicher Vertreibung der Terrormiliz

Irak: Mindestens vier Tote bei IS-Angriff trotz angeblicher Vertreibung der Terrormiliz
Siegessicher - zu früh?
Obwohl der irakische Ministerpräsident Abadi vor etwa zwei Wochen die Befreiung des Iraks von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verkündet hatte, wurden mindestens vier Kämpfer der Regierung getötet.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat bei einem Angriff im Irak mindestens vier mit der Regierung in Bagdad verbündete Kämpfer getötet. Zwei Wochen, nachdem das Land den militärischen Sieg über die Dschihadisten verkündet hatte, hätten etwa 30 Extremisten am Sonntag Stellungen von schiitischen Milizen nahe der Stadt Tikrit nördlich von Bagdad attackiert, berichteten Sicherheitskreise. 

Während der russische Präsident Putin den Abzug großer Teile der russischen Militärkontingents aus Syrien angeordnet hat, hat Washington seine Absicht bekräftigt, die US-Truppenstärke in Syrien zu vervierfachen.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hatten etwa 30 Extremisten Stellungen schiitischer Milizen nahe der Stadt Tikrit attackiert. Bei den Kämpfen seien auch drei IS-Mitglieder ums Leben gekommen.

In einem Gebiet in der Nähe Tikrits ist die Terrormiliz noch immer aktiv, obwohl der irakische Premier Haidar al-Abadi am 9. Dezember nach drei Jahren der Kämpfe die Befreiung des Landes von der Gruppe verkündet hatte. Es wird davon ausgegangen, dass es weiterhin überall im Land Zellen der Terrormiliz gibt.

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Die Dschihadisten sind in der Region offenbar immer noch aktiv, obwohl der irakische Ministerpräsident Abadi jüngst die Befreiung des Landes vom IS verkündet hatte.

Unsere Kräfte haben die komplette irakisch-syrische Grenze unter Kontrolle und ich verkündete folglich das Ende des Krieges gegen ISIS," Al-Abadi erklärte eine Konferenz in Baghdad am 9. Dezember.

Das irakische Militär bestätigte die Kampfeinsätze und dass der Irak von der Terrorgruppe "völlig befreit" wurde.