„Angriffe“ gegen jüdischen Staat: Israel verlässt wenige Monate nach US-Entscheidung UNESCO

„Angriffe“ gegen jüdischen Staat: Israel verlässt wenige Monate nach US-Entscheidung UNESCO
Dem Beispiel der USA folgend, hat Israel seinen Ausstieg aus der UNESCO angekündigt und zitiert als Grund „Angriffe“ auf den jüdischen Staat. Der Schritt kommt, nachdem 128 UN-Mitglieder dafür gestimmt hatten, die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA abzulehnen.

Die Entscheidung basierte auf vermeintlichen „Versuchen der UN, die jüdische Geschichte vom Land Israel zu trennen“, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emmanuel Nahshon. Er fügte hinzu, dass das offizielle Rücktrittsschreiben bis Ende des Jahres eingereicht wird und dass Israel die Organisation bis Ende 2018 effektiv verlassen wird.

Arye Sharuz Shalicar, Abteilungsleiter im israelischen Geheimdienstministerium und ehemaliger Sprecher der israelischen Armee (IDF)

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wies den israelischen Gesandten bei der UNESCO, Carmel Shama-Hacohen, an, den Rückzug offiziell anzukündigen, berichtet das Nachrichtenportal Haaretz.

Tel Aviv schließt sich damit Washington an, das im Oktober ankündigte, die Sonderorganisation der Vereinten Nationen wegen ihrer „anhaltenden antiisraelischen Voreingenommenheit“ und der „Notwendigkeit einer grundlegenden Reform der Organisation“ zu verlassen. Laut Haaretz traf Netanjahu die Entscheidung nach einer Reihe von Diskussionen, die sich um Israels Wunsch drehten, die USA nicht isoliert zu lassen.

Nach den UNESCO-Bestimmungen tritt der Austritt eines Mitgliedstaates stets am 31. Dezember des Jahres nach Vorlage der offiziellen Absichtserklärung in Kraft. Obwohl die USA ihre offizielle Ankündigung bereits im Oktober gemacht haben, werden beide Länder die Agentur damit zur gleichen Zeit verlassen.

Israels Ankündigung kommt einen Tag, nachdem 128 UN-Mitgliedsstaaten am Donnerstag in der Generalversammlung beschlossen hatten, die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt des jüdischen Staates durch US-Präsident Donald Trump abzulehnen. Neun Staaten stimmten gegen die Resolution und 35 Nationen enthielten sich der Stimme.

Blick von Abu Dis auf Jerusalem.

Premierminister Netanjahu kommentierte die Abstimmung, die von einer Reihe arabischer und muslimischer Länder initiiert wurde. Er behauptete, dass „eine wachsende Zahl von Ländern sich weigerte, an diesem absurden Theater teilzunehmen“. Er dankte auch Trump und der US-Gesandten zu den Vereinten Nationen Nikki Haley „für ihre unerschütterliche Verteidigung Israels und ihre unerschütterliche Verteidigung der Wahrheit“.

Das Verhältnis Israels zur UNESCO hat sich seit Oktober 2016 verschlechtert. „Nur zurückziehen, das UNESCO-Feld anderen überlassen, ist für viele Israelis nicht akzeptabel, die auch nicht glauben, dass die Betonung, den einige Politiker auf den jüdischen Charakter Israels legen, angemessen ist“, sagte Amir Oren, ein israelischer Kolumnist, im Interview mit RT. Er fügte hinzu, die Entscheidung, die UNESCO zu verlassen, werde Israels internationale Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft sowie Kunst schaden.

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