Syrien: F-22 hinderte russische Su-25 Jets daran, Hilfskonvoi zu decken

Syrien:  F-22 hinderte russische Su-25 Jets daran, Hilfskonvoi zu decken
Ein F-22 Bomber der USA
Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, kam eine F-22 nahe an ein Paar Su-25 Jets heran und hinderte sie daran, einen humanitären Konvoi zu eskortieren. Berichte, wonach die russischen Jets "abgefangen" wurden, wies das russische Verteidigungsministerium zurück.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch in der Nähe der syrischen Stadt Al-Mayadin, als zwei Su-25-Jets einen Konvoi für humanitäre Hilfe eskortierten, so das russische Verteidigungsministerium. Ein F-22 Tarnkappenjäger näherte sich von der anderen Seite des Euphrat-Flusses.

Einige US-amerikanische und britische Medien üben sich erneut im Wunschdenken“, hieß es in der Erklärung des Verteidigungsministeriums. „Am 13. Dezember haben zwei Jagdbomber des Typs Su-25 in einer Höhe von 3.300 Metern einen humanitäre Konvoi in der Nähe der Stadt Al-Mayadin (am West-Ufer des Euphrat-Flusses) begleitet. Aus der Richtung des Ost-Ufers näherte sich ihnen ein US-Bomber des Typs F-22 an.“

Der US-Bomber habe Täuschkörper ausgestoßen, um die russischen Su-25 abzulenken. Ein Su-35-Kampfflugzeug, das Luftüberwachung in einer Höhe von 10.000 Metern leistete, näherte sich der F-22 von hinten "schnell", woraufhin das US-Kampfflugzeug das Gebiet danach verließ.

Medien hatten zuvor gemeldet, Su-25-Jets seien durch US-Bomber abgefangen worden. Die Behörde betonte, dass sich der Vorfall über dem westlichen Ufer des Euphrat ereignet habe, und wies Medienberichte zurück, wonach die russischen Flugzeuge angeblich über dem östlichen Ufer operierten.

Al Mayadin liegt 45 Kilometer südöstlich von Deir-Ez-Zor, auf der Karte sind in Gelb Stellungen der SDF und ihrer Allierten und in Rot, der Regierung zu sehen. 

Syrien:  F-22 hinderte russische Su-25 Jets daran, Hilfskonvoi zu decken
Al-Mayadin/ Euphrat-Fluss, Syrien

Zuvor hatten US-Militärbeamte den Medien berichtetet, dass ein F-22-Kämpfer Täuschkörper abfeuerte, um russische Flugzeuge vor der "Konfliktentschärfungslinie " in Syrien zu warnen. Nach der Begegnung hätten die russischen Flugzeuge angeblich das Gebiet verlassen.

Zwei F-22 sind zu nahe an zwei russische Jets herangerückt, so dass wir die Konfliktentschärfungskanäle nutzen mussten", sagte ein US Central Command (CENTCOM) am Donnerstag gegenüber Sputnik. „Das ist nichts Außergewöhnliches....Es kommt manchmal mehrmals am Tag vor."

Der Beamte fügte hinzu, dass die Militärs der beiden Länder den Vorfall besprochen haben.

Moskau und Washington einigten sich im Jahr 2015 auf ein Memorandum zur Flugsicherheit in Syrien und richteten eine Hotline ein, um Notfallsituationen zu verhindern. Mit Hilfe dieses Frühwarnsystems besprechen die Militärs der beiden Länder die Standorte und Missionen ihrer Flugzeuge, um zu vermeiden, dass sie sich zur gleichen Zeit im gleichen Luftraum befinden.

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Beide Seiten warfen einander jedoch wiederholt gegenseitig vor, das Memorandum nicht zu beachten und die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente zur Verhinderung von Zwischenfällen nicht genügend einzusetzen. Ein ähnlicher Vorfall zwischen dem russischen und dem US-Militär wurde in der vergangenen Woche vom russischen Verteidigungsministerium gemeldet. Demnach war eine russische Su-35 am 23. November gezwungen, einen abtrünnigen US-F-22-Jet zu vertreiben.

Die F-22 setzte Täuschkörper und Luftdruckbremse ein, während sie ständig [in der Nähe der russischen Streikjets] manövrierte und einen Luftkampf imitierte, so der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow,  am vergangenen Samstag in einer Erklärung.

Konaschenkow beschuldigte das US-Militär der Versuche, die Anti-Terroroperation zu unterbrechen und russische Flugzeuge daran zu hindern, IS-Terroristen zu bombardieren.