Hisbollah-Führer Nasrallah: Nach Sieg in Syrien hat jetzt Kampf für Jerusalem oberste Priorität

Hisbollah-Führer Nasrallah: Nach Sieg in Syrien hat jetzt Kampf für Jerusalem oberste Priorität
Die libanesische Hisbollah wird mit ihren Verbündeten zusammenarbeiten, um eine Strategie „auf dem Feld“ zu entwickeln, um Israel zu konfrontieren, hat der Führer der pro-iranischen Organisation Hassan Nasrallah bei einer Kundgebung in Beirut verkündet.

„Heute wird die Achse des Widerstands, einschließlich der Hisbollah, als ihre wichtigste Priorität zurückkehren. Das schließt Jerusalem, Palästina, das palästinensische Volk und den palästinensischen Widerstand in all seinen Fraktionen ein“, sagte Nasrallah, wie von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Laut Nasrallah werden die regionalen Siege der Hisbollah, die gemeinsam mit dem Iran eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Rebellen und dschihadistischen Elementen in Syrien spielte, es ihr ermöglichen, ihren Fokus wieder auf Palästina auszurichten.

Demonstranten halten Bilder der al-Aqsa-Moschee bei Protesten vor der US-Botschaft in Amman hoch; Jordanien, 7. Dezember 2017.

Nasrallah rief die Verbündeten der Hisbollah auf, eine gemeinsame Strategie „auf dem Feld“ zu entwickeln, um Israel zu konfrontieren. Er plädierte für eine dritte palästinensische Intifada, um die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA zu kippen.

Demonstranten marschierten am Montag durch die libanesische Hauptstadt Beirut und trugen Transparente mit der Aufschrift „Jerusalem, Ewige Hauptstadt Palästinas“ und „Jerusalem ist unser“. Die Kundgebung in Beirut fand einen Tag nach einem gewaltsamen Protest vor der US-Botschaft im Libanon statt.

Vergangene Woche erkannte US-Präsident Donald Trump Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels an. Der unilaterale US-Beschluss löste Wut und Verurteilung unter arabischen und muslimischen Staaten. Ebenso verurteilten europäische Staaten wie Frankreich und Deutschland die Entscheidung.

Zuletzt rief Nasrallah zu einem „islamischen Gipfeltreffen auf, der Jerusalem zur ewigen Hauptstadt Palästinas erklärt“.

"Wir unterstützen die Forderung nach einer neuen palästinensischen Intifada und einer Eskalation des Widerstandes, der die größte, wichtigste und ernsteste Antwort auf die US-amerikanische Entscheidung ist", fügte er hinzu, wie vom arabischen Fernsehsender Naharnet zitiert.

Israel hat zwei Kriege gegen die Hisbollah geführt. Der jüngste Konflikt fand im Jahr 2006 statt, als die israelische Armee eine Invasion im Libanon startete. Bei dem Krieg starben mehr als tausend libanesische Zivilisten. Inzwischen nimmt Israels Luftwaffe regelmäßig Hisbollah-Konvois innerhalb Syriens ins Visier.