Iran: "Trumps Jerusalem-Entscheidung wird die Zerstörung Israels beschleunigen und Muslime einen"

Iran: "Trumps Jerusalem-Entscheidung wird die Zerstörung Israels beschleunigen und Muslime einen"
Die Entscheidung des US-Präsidenten, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen, wird zwangsläufig nach hinten losgehen, den Untergang des jüdischen Staates beschleunigen und die Muslime einen, hat der iranische Verteidigungsminister gewarnt.

„Trumps Initiative wird die Zerstörung des zionistischen Regimes [Israel] beschleunigen und die Einheit unter den Muslimen verdoppeln“, behauptete Brigadegeneral und Verteidigungsminister Amir Hatami bei einem Treffen hoher Militärbeamter am Montag, der von verschiedenen iranischen Medien zitiert wurde.

Washingtons „Anti-Sicherheits-Entscheidung“, die von muslimischen Nationen und der internationalen Gemeinschaft weitgehend verurteilt wurde, führt zu neuen Spannungen in der Region, sagte er.  Hatami, der die Botschaftsverlegung als „provokativ und unklug“ anprangerte, sagte, dass die Erklärung möglicherweise bedeuten könnte, dass der Nahe Osten in Blutvergießen versinke.

„Das Besatzungsregime Israels weiß, dass die unrechtmäßigen Handlungen der US-Regierung keine Veränderung für Al-Quds [Jerusalem] bringen werden, da das palästinensische Volk und freiheitsliebende Menschen der Welt entschlossener denn je sein werden, sich zu vereinigen und für die Befreiung Jerusalems und Palästinas einzutreten“, sagte der General, wie von der iranischen Nachrichtenagentur „Mehr“ zitiert.

Während er Tel Aviv und Washington wegen einseitiger Schritte trotz globaler Opposition kritisierte, sagte Hatami den Palästinensern Irans Unterstützung zu und bemerkte, dass der Iran stets gegen ihre Unterdrückung und für „Stabilität und Sicherheit der Region“ eingetreten wäre.

Der General beschuldigte die „globale Arroganz“ mit Bezug auf den Westen, Zwietracht zwischen den regionalen Mächten im Nahen Osten zu säen und einen sich anbahnenden Konflikt zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen zu schüren, um „permanente“ Feindseligkeiten zu erzeugen.

„Die globale Arroganz sucht nach Abenteuertum und Komplotte gegen die regionalen Nationen, jetzt, da sie in Syrien und im Irak besiegt wurden“, sagte er.

Zuvor verurteilte der Oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chāmeneʾi, den US-Präsidenten Donald Trump. Laut Chāmeneʾi war die Entscheidung zur Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt ein Zeichen von „Schwäche und Inkompetenz“ seitens Washingtons. Der iranische Präsident Hassan Rouhani sieht darin eine „neue Verschwörung“ gegen die islamische Welt.

Der Iran ist in zunehmendem Maße über Versuche der USA und Israels besorgt, das wegweisende internationale Atomabkommen zwischen dem Iran und sechs großen Weltmächten abzubrechen. Der Aktionsplan zielt darauf ab, das Nuklearprogramm der Islamischen Republik einzudämmen im Gegenzug für die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen.

Während der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu das wegweisende Abkommen seit seinem Abschluss im Jahr 2015 als einen „historischen Fehler“ und eine Bedrohung für die Existenz Israels bezeichnet, hat sich die Haltung der USA gegenüber dem Abkommen mit der Wahl von Donald Trump dramatisch verändert, der geschworen hat, den „schlimmsten jemals ausgehandelten Deal“ zu ändern.

Trotz zahlreicher Zusicherungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), dass der Iran die Bestimmungen vollständig eingehalten hat, beschloss die US-Regierung im Oktober neue Sanktionen gegen die einflussreiche Revolutionsgarde des Iran. Teheran argumentiert, dass der Ruf der USA als vertrauenswürdiger Partner ruiniert wäre, wenn sie sich von dem Abkommen zurückziehen. Ferner würden die USA „impulsiv“ handeln.

Wie im Falle des Nuklearabkommens hat die Jerusalem-Entscheidung von Trump auch Bedenken in Europa hervorgerufen. Die europäischen Verbündeten Washingtons, Frankreich und Deutschland, gaben sich von der Entscheidung alarmiert. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel warnte davor, dass dies zu einer erneuten Eskalation des anhaltenden Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern führen könnte.

Die Entscheidung löste Empörung und Proteste in der muslimischen Welt aus. Die bewaffnete palästinensische Organisation Hamas rief inzwischen zu einem neuen Aufstand gegen Israel auf. Der Aufruf wird von der vom Iran unterstützten libanesischen Miliz Hisbollah unterstützt.

 

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