Benjamin Netanjahu: Iran ist wie Nazi-Deutschland und will Juden vernichten

Benjamin Netanjahu: Iran ist wie Nazi-Deutschland und will Juden vernichten
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu spricht auf einer Veranstaltung der Likud-Partei in Tel Aviv-Jaffa, Israel, 9. August 2017.
Israels Premierminister verstärkt seine Anti-Iran-Rethorik und verglich nun die Islamische Republik Iran mit Hitlerdeutschland. Beide teilten das Ziel, Juden zu vernichten und Terror zu verbreiten. Von Syrien aus wolle Teheran Israel angreifen, so Netanjahu.

Im Rahmen des Saban-Forums, einer Konferenz zur US-Politik in Nahost, die am Sonntag begonnen hat, nutzte Benjamin Netanjahu die Möglichkeit, sich in einer Videobotschaft des Themas Iran anzunehmen: 

Natürlich gibt es einige Unterschiede zwischen Nazi-Deutschland und der Islamischen Republik Iran. Aber beide Regime haben zwei wichtige Gemeinsamkeiten: zum einen die rücksichtslose Hingabe an die Verbreitung von Tyrannei und zweitens ein schonungsloses Bekenntnis zur Judenvernichtung. 

Netanjahu beschuldigt den Iran, in Syrien Fuß fassen zu wollen, um von dort aus Israel anzugreifen. Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman widersprach jedoch seinem Regierungschef: "Es gibt keine iranischen Streitkräfte auf syrischem Boden."

Zuletzt hatte Netanjahu gedroht, den Iran auch ohne Unterstützung, beispielsweise durch die USA, davon abbringen zu wollen, an Nuklearwaffen zu gelangen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat wiederholt bestätigt, dass der Iran im Sinne das so genannten 5+1-Abkommens aus dem Jahr 2015 agiert und es keinen Vertragsbruch von Seiten Teherans gegeben habe. 

Israel versucht den Schulterschluss mit arabischen Rivalen Teherans

Ebenso wie US-Präsident Donald Trump ist die israelische Regierung eine scharfe Kritikerin des Nuklearabkommens. Dieses würde es den Iranern erst ermöglichen, nicht nur ihr Raketenprogramm auszubauen, sondern auch in den Besitz von Nuklearwaffen zu gelangen. 

US-Vizepräsident Mike Pence auf einer AIPAC-Konferenz in Washington, USA, 26. März 2017.

Israel ist unterdessen auf dem Weg, eine Allianz mit mehreren arabischen Staaten gegen den Iran zu schmieden. Netanjahu sagte, er hoffe, dass in 40 oder 100 Jahren Israel "offen von seinen arabischen Nachbarn umarmt" werden würde. Der frühere US-amerikanische Außenminister John Kerry legte jüngst offen, dass Netanjahu vor dem Abschluss des Nuklearabkommens versucht hatte, die USA für einen militärischen Schritt gegen den Iran zu überzeugen. 

Gemeinsam mit der Türkei und Russland ist der Iran in Syrien ein Garant des Waffenstillstands. Der Aufenthalt des Irans, ebenso wie Russlands, begründe sich auf einer legitimen Einladung der syrischen Regierung, heißt es aus Teheran, auch wenn die USA anderes behaupteten.