Wieder Tote nach Luftangriffen in Syrien: Damaskus wirft US-Koalition "neue blutige Massaker" vor

Wieder Tote nach Luftangriffen in Syrien: Damaskus wirft US-Koalition "neue blutige Massaker" vor
Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat der US-geführten Koalition erneut wahllose Bombardements in Syrien vorgeworfen. Bei jüngsten Luftangriffen seien zahlreiche Zivilisten getötet und Infrastruktur des Landes in erheblichem Ausmaß zerstört worden.

Gleichzeitig behinderten die USA Antiterroranstrengungen vonseiten der Regierung in Damaskus, hieß es in einer Erklärung. Die syrische Regierung verurteilte die "anhaltenden Angriffe gegen Zivilisten" auf das Schärfste. Die USA führten die Angriffe im Rahmen der Operation "Inherent Resolution" durch, führte die ständige Vertretung der Arabischen Republik bei den Vereinten Nationen aus. Die syrische Regierung richtete ihre Beschwerde an den Generalsekretär der Vereinten Nationen und den Präsidenten des UN-Sicherheitsrates.

Syrien warf der, wie sie die USA und deren Verbündete nannte, "Schurkenkoalition“ vor, ihrer "Liste der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit [...] neue blutige Massaker" hinzuzufügen.

US-Soldaten in Afghanistan bereiten sich auf einen Einsatz vor.

Luftangriffe sollen auch Sanitätsfahrzeug getroffen haben

Laut Damaskus führte die US-Koalition am Samstag einen Luftangriff gegen das Dorf al-Duwadschi in der östlichen Provinz Deir ez-Zor durch. Dabei starben nach syrischen Angaben zehn Zivilisten. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt und es entstand ein "massiver materieller Schaden" an der lokalen zivilen Infrastruktur. Der Inhalt der syrischen Beschwerde informiert auch darüber, dass die US-Kampfjets ein Sanitätsfahrzeug bombardierten hätten, das auf dem Weg zu den Verletzten gewesen sei. Alle Insassen seien getötet worden.

Damaskus ist bestürzt und beunruhigt über Länder, die behaupten, wachsam zu sein, wenn es um Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte geht. Genau diese Länder verschließen ihre Augen vor den "Massakern in Rakka und Deir ez-Zor", hieß es in der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf die Regierung in Damaskus.

IS soll weiterhin aus SDF-Gebieten heraus agieren

Während die Truppen der so genannten Demokratischen Kräfte Syriens, kurz SDF, die von der Kurden-Miliz YPG angeführt werden, ihre militärischen Operationen im Nordosten Syriens fortsetzen, hegt Damaskus den Verdacht, dass die US-Militäroperationen auch dazu dienen, Terroristen des "Islamischen Staates" bei Angriffen auf syrische Regierungstruppen zu unterstützen.

Das Schreiben der permanenten Mission Syriens bei der UN stellte fest, dass IS-Angriffe auf Regierungspositionen nach wie vor aus Gebieten kommen, in denen von den USA unterstützte SDF-Truppen operieren.