Moskau: OPCW-Bericht zu Giftgasvorfall in Syrien ist „amateurhaft“

Moskau: OPCW-Bericht zu Giftgasvorfall in Syrien ist „amateurhaft“
Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja wirft seinen US-amerikanischen Kollegen vor, hinsichtlich des Giftgasvorfalls in Chan Scheichun voreingenommen zu sein.
Laut einem gemeinsamen Bericht der UN und der OPCW soll die syrische Regierung für den Giftgasangriff auf Chan Scheichun im April dieses Jahres verantwortlich sein. Moskau stellt die Glaubwürdigkeit des Dokuments in Frage und spricht von einem „amateurhaften“ Bericht.

In ihrem jüngst veröffentlichten Bericht macht ein von der UN und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) eingesetztes Untersuchungsteam die syrische Regierung für den Einsatz von Giftgas in Chan Scheichun verantwortlich.  

Bei dem im April erfolgten Angriff auf die Kleinstadt in der Provinz Idlib kamen über 80 Menschen ums Leben. Als Reaktion griffen die USA damals den syrischen Militärflughafen Shayrat an.

Russland und Syrien weisen die Ergebnisse zurück. Die beiden Länder kritisieren, dass die Ermittler den Tatort nicht besucht haben und stattdessen Proben von dritten Parteien akzeptierten. Moskau spricht von einem "amateurhaften" Vorgehen. 

An seine US-amerikanische Amtskollegin Niki Haley gerichtet, sagte der russische UN-Botschafter Wassili Alexejewitsch, man könne sich die Schuldigen nicht einfach aussuchen. Genau das habe die US-Regierung jedoch getan.

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