Kurdische Peschmerga: Übernahme von Kirkuk durch irakische Streitkräfte ist Kriegserklärung

Kurdische Peschmerga: Übernahme von Kirkuk durch irakische Streitkräfte ist Kriegserklärung
Irakische Panzer auf dem Weg ins kurdisch kontrollierte Kirkuk
Die kurdischen Peshmerga-Truppen sagen, dass die Übernahme von Kirkuk eine "flagrante Kriegserklärung" gegen die Kurden sei und warnten davor, dass der irakische Premierminister einen "hohen Preis" für die Auslösung des Konflikts zahlen werde.

Der Angriff "auf das kurdisch-kontrollierte Kirkuk durch irakische Truppen ist eine flagrante Kriegserklärung gegen die Nation Kurdistan", so der Generalstab der Peschmerga in einer Presseerklärung.

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Die Peschmerga beschrieben Bagdads Vorgehen als "Vergeltung gegen das Recht des Volkes, über sein Schicksal abzustimmen" und bezogen sich dabei auf das Referendum über Kurdistans Unabhängigkeit im vergangenen Monat, bei dem 92,7 Prozent der Befragten für eine Abspaltung vom Irak stimmten.

Die Entwicklungen am Montag zeigen eine Spaltung der kurdischen Fraktionen, da einige der Milizen Kirkuk kampflos verlassen haben sollen, nachdem es Berichte über Zusammenstöße zwischen der irakischen Armee und den Peschmerga gab.

In einer Erklärung beschuldigte die Peschmerga eine Fraktion der beiden wichtigsten irakisch-kurdischen Parteien, der regierenden Patriotischen Union Kurdistans (PUK), einen "Plan" gegen die Kurden zu schmieden und einen "großen und historischen Verrat" zu begehen.

Videoaufnahmen, die in den Sozialen Medien kursieren, zeigen wie irakische Truppen mit US-amerikanischen M1 Abrams Panzern in Kirkuk Bilder des Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Masud Barzani, umfahren und zerstören: