Revolutionsgarde als Terrorgruppe? Iran droht: "Könnten US-Armee wie IS-Terroristen behandeln"

Revolutionsgarde als Terrorgruppe? Iran droht: "Könnten US-Armee wie IS-Terroristen behandeln"
Der Iran hat eine "entschiedene und vernichtende Reaktion" geschworen, sollte Washington beschließen, die paramilitärische Eliteorganisation Islamische Revolutionsgardenkorps (IRGC) auf die Terrorliste zu setzen. Das teilte das iranische Außenministerium mit.

Entsprechende Anmerkungen machte der iranische Außenministeriumsprecher Bahram Kasemi am Montag, so die Nachrichtenagentur Tasnim. "Wir sind zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten diesen strategischen Fehler nicht begehen", sagte Kasemi auf der Pressekonferenz.

Iranische Revolutionsgarde warnt Donald Trump vor feindseligen Entscheidungen gegen Teheran

"Sollten sie das tun, würde die Reaktion des Irans entschieden und zerstörerisch sein", sagte er. Die USA müssten mit den Konsequenzen leben, die vonseiten Irans drohen.

Trump hält den Iran für Terrorpaten

Zuvor berichteten Medien, dass Washington schärfere Sanktionen gegen Teheran vorbereitet, einschließlich einer möglichen Listung des Islamischen Revolutionsgardenkorps (IRGC) als Terrorgruppe.

US-Präsident Donald Trump vertritt eine harte Haltung, wenn es um den Iran geht. Regelmäßig sagt er, dass die Islamische Republik den Terrorismus unterstützt. Er gelobte zudem, der "anhaltenden Aggression und den nuklearen Ambitionen des Iran" ein Ende zu setzen.

Am Sonntag warnte der führende Kommandeur der Revolutionsgarde, Mohammad Ali Dschafari, die iranischen Revolutionsgarde würden US-Truppen, sollten sich die Berichte bestätigen, behandeln, als wären sie Terroristen des "Islamischen Staates".

Dschafari wörtlich:

Wenn die Nachrichten über die Dummheit der US-amerikanischen Regierung richtig sind, dass sie die Revolutionsgarden als Terrorgruppe betrachten wollen, dann werden die Revolutionsgarden die amerikanische Armee wie den Islamischen Staat überall auf der Welt betrachten, besonders im Nahen Osten.

Das wegweisende iranische Nuklearabkommen, offiziell bekannt als Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), wurde von der P5+1-Gruppe, bestehend aus China, Frankreich, Deutschland, Russland, Großbritannien und den USA, der EU und dem Iran 2015 unterzeichnet. Dem Abkommen zufolge schränkt der Teheran sein Atomprogramm für 15 Jahre ein. Im Gegenzug dafür wurden Sanktionen gelockert.

Trotz der Rhetorik: Verbleib der USA im Abkommen erwartet

Während seines Wahlkampfes zum Präsidenten gelobte Trump wiederholt, das vom US-Kongress noch nicht ratifizierte Abkommen abzuschaffen. Seit Beginn seiner Amtszeit als Präsident beschuldigt er den Iran, den "Geist" des Abkommens zu verletzen. In dieser Woche wird dennoch erwartet, dass der US-Präsident das Atomabkommen mit Teheran erneut bestätigt.

Andere Vertragsparteien, darunter auch Deutschland und die EU, haben Bedenken hinsichtlich eines möglichen Endes des Abkommens geäußert.