Syrien: IS-Terroristen richteten zwei russische Staatsbürger hin

Syrien: IS-Terroristen richteten zwei russische Staatsbürger hin
Der in IS-Gefangenschaft getötete Mitglied der Vereinigung der Don-Kosaken Roman Sabolotny
In Syrien haben Terroristen zwei Bürger Russlands hingerichtet. Das wurde am Donnerstag von russischen Behörden bestätigt. Die getöteten Russen waren von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bei Kämpfen nahe der Stadt Deir ez-Zor gefangen genommen worden.

Am Donnerstag bestätigte der Vizevorsitzende des Duma-Ausschusses für die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Wiktor Wodolazki, den Tod zweier russischer Staatsbürger in Syrien.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ein Video mit zwei gefangengenommenen Russen veröffentlicht hatte. Das Video wurde am 3. Oktober von einem Twitter-Account ins Netz gestellt, der Propagandamaterial gegen die syrische Regierung verbreitet.

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In dem Video sind zwei Männer zu sehen, die vor der Kamera sitzen. Einer von ihnen nennt ihre Namen und Geburtsdaten und äußert sich zu den Umständen der Gefangennahme. Der zweite Mann, sichtbar gezeichnet von Prügel, sitzt schweigend daneben. Seit der Veröffentlichung auf Twitter kursiert das Video auf diversen Youtube-Propagandakanälen.  

Wodolazki sagte, er habe Roman S. – der sprechende Gefangene in dem Video – persönlich gekannt. Er hätte aktiv an einer Kosaken-Bewegung in Südrussland teilgenommen.

Ich versuchte, ihn anzurufen. Aber alle Telefone schwiegen. Auch per Kurznachrichtendienst war Roman nicht erreichbar“, sagte der Duma-Abgeordnete.

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Der zweite Gefangene, Grigori Z., wurde von Mitgliedern der russischen Veteranenorganisation „Waffenbrüderschaft“ erkannt.  Wodolazki zufolge wurden die beiden Gefangenen dazu gedrängt, einen vom IS vorgefertigten Text vorzulesen. Laut diesem wären sie zu der Terrormiliz übergelaufen. 

Als sie sich weigerten, wurden die beiden getötet“, sagte der Abgeordnete.

Die beiden Männer waren offenbar für einen privaten militärischen Auftragnehmer in Syrien aktiv, der sich an Sondereinsätzen der russischen Streitkräfte beteiligt sowie Wachdienste ausführt. Das legten mehrere russische Medien mit Verweis auf Gespräche mit Bekannten und Angehörigen der Getöteten nahe. Derzeit klären die russischen Behörden die genauen Umstände des Verbleibs der beiden Russen, teilten die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, sowie der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit. 

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