Afghanistan-Besuch: James Mattis und Jens Stoltenberg erreichen Kabul im Raketenhagel

Afghanistan-Besuch: James Mattis und Jens Stoltenberg erreichen Kabul im Raketenhagel
Internationaler Flughafen Hamid Karzai, Kabul, Afghanistan, 29. März 2016.
Sechs Raketen schlugen nahe dem Kabuler Flughafen nach Ankunft des US-amerikanischen Verteidigungsministers und des NATO-Generalsekretärs in Afghanistan ein. Berichte über Tote und Verletzte gab es nicht. Donald Trump mahnt die NATO zu mehr Engagement vor Ort.

Es ist der erste Besuch eines Mitglieds von Donald Trumps US-Kabinett im kriegsversehrten Afghanistan. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg begleitet den US-Verteidigungsminister. Kurz nach der Ankunft der beiden hochkarätigen Politiker schlugen sechs Raketen nahe dem Flughafen ein.

Der Chef des Kabuler Flughafens, Yaqui Rassouli, bestätigte, dass die Raketen eine Flugzeughalle der Streitkräfte getroffen haben. Die Geschosse zerstörten einen Helikopter und beschädigten drei weitere. Die afghanische Nachrichtenseite Tolo berichtete, die Raketen seien vom Kabuler Bezirk Deh Sabz aus gestartet. Der Flugbetrieb wurde nicht unterbrochen. 

Grund des Besuchs von Mattis und Stoltenberg ist eine neue Mission der Amerikaner zur Stärkung der afghanischen Truppen. Donald Trump macht unterdessen auch Druck auf die NATO, sich in dem bald 16 Jahre anhaltenden Krieg in Afghanistan stärker zu beteiligen. 

Die Taliban übernahmen die Verantwortung für den Anschlag, der James Mattis zum Ziel hatte. Derzeit befinden sich nur 60 Prozent Afghanistans unter der Kontrolle der afghanischen Regierung. Donald Trump will 3.000 weitere Truppen nach Afghanistan entsenden. Derzeit befinden sich bereits 11.000 US-Soldaten in den Land. Die NATO stellt dort 5.000 Soldaten. In Indien, wo James Mattis zuvor Station gemacht hatte, erhielt Trump im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Krieg der Regierung eine Absage. Indien machte deutlich keine Truppen zur Unterstützung von Trumps Plänen zu entsenden.

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