Der erste Verlust? Französischer Fallschirmjäger bei Operation zwischen Irak und Syrien „getötet“

Der erste Verlust? Französischer Fallschirmjäger bei Operation zwischen Irak und Syrien „getötet“
Ein französischer Soldat eines Spezialaufklärungsregiments wurde bei einem „kampfbezogenen“ Zwischenfall am Samstag in einem nicht definierten Raum zwischen Irak und Syrien getötet, bestätigte die französische Regierung. Bemerkenswert ist, bisher war nicht bekannt, dass die Einheit offiziell in Syrien oder Irak operiert.

In einer Erklärung des Élysée-Palastes am Samstag sagte der französische Präsident Emmanuel Macron, dass ein „Adjutant des 13. Fallschirm-Dragoon-Regiments“ getötet wurde, während er „seine Mission zur Verteidigung unseres Landes, zum Schutz unserer Mitbürger und zum Sieg im Kampf gegen die Barbarei vollendete“.

Ein Tornado-Kampfjet der Royal Air Force kurz nach dem Start. (Symbolbild)

Weder die Identität des Soldaten, noch der genaue Ort oder das Land wurden enthüllt, in dem der Fallschirmjäger getötet wurde. Der ehemalige französische General Dominique Trinquand, der vom staatlichen Fernsehsender France-24 zitiert wurde, sagte, dass es üblich sei, Details von Spezialeinsätzen vor der Öffentlichkeit geheim zu halten.

Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly sprach der Familie des getöteten Soldaten ihr Beileid aus. Sie teilte den Angehörigen mit, dass er „in einem Kampf starb, den er im Namen der Freiheit und unserer Werte für uns alle führte“, wie Franceinfo zitiert.

Der Soldat ist angeblich der erste Verlust der französischen Streitkräfte innerhalb der Opération Chammal, einer Bombardierungskampagne gegen den „Islamischen Staat“. Frankreich unterstützt seit September 2014 die irakische Armee und die kurdischen Peshmerga, erklärten französische Militärquellen der Nachrichtenagentur AFP. Nicht nur Waffen werden geschickt, auch französische Soldaten unterstützen die Anti-IS-Kräfte am Boden.

Im Oktober 2016 wurde berichtet, dass zwei französische Fallschirmjäger der Task Force Hydra bei einer Drohnenexplosion in der Nähe von Erbil verletzt wurden. Die französische Regierung bestätigte die Verletzungen später.

Die französische Bomben-Kampagne zur Luft im Irak und Syrien werden von Rafale-Kampfjets durchgeführt. Vier Rafale Kampfjets sind auf einem Fliegerhorst in Jordanien stationiert, etwa 30 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Weitere sechs Kampfjets sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten stationiert, geht aus einem Bericht der französischen Zeitung Le Monde hervor.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang mit dem Tod des Fallschirmspringer ist, bisher war nicht bekannt, dass das Regiment des Soldaten, das eigentlich in der Nähe der südwestlichen Stadt Bordeaux stationiert ist, eigentlich im aktiven Dienst steht, berichtete France-24.

Oberst Patrick Steiger, Sprecher des Generalstabs der französischen Streitkräfte, informierte über die Umstände des Todes des Soldaten. Der Pressesprecher sagte, dass der Leutnant ein Militärberater einer „lokalen Kraft“ im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ war, die unter schweres Feuer am Samstag kam. Es wurden „Waffen aller Kaliber, Maschinengewehre, Mörser und Raketen“ eingesetzt. Obwohl der Franzose angeblich nicht direkt an der Abwehr der Offensive beteiligt gewesen wäre, wurde er „tödlich verwundet“ und starb an Ort und Stelle.

Der Militärsprecher verteidigte die Entscheidung, den genauen Ort der Zusammenstöße nicht zu benennen. Steiger sagte laut AFP, man wolle „dem Feind die Position nicht offenbaren“.

„Frieden und Stabilität wiederherzustellen – erst im Irak dann Syrien – sind lebenswichtige Prioritäten für Frankreich“, sagte Präsident Macron vergangenen Monat und bezeichnete ISIS als unseren Feind".

Die syrische Regierung kritisiert die Kräfte der internationalen Koalition wiederholt, illegal auf ihrem Territorium zu operieren, da keines ihrer Mitglieder die erforderliche staatliche Zustimmung erhalten hat.