Traum von Fussball-WM 2018 in Russland geht weiter: Syrien jubelt nach 2:2 gegen Iran

Traum von Fussball-WM 2018 in Russland geht weiter: Syrien jubelt nach 2:2 gegen Iran
Die Teilnahme für Syrien ist noch nicht gesichert, aber für ein paar Stunden einte die Syrer der sportliche Erfolg ihrer Nationalelf. Iranerinnen aber konnten dem Spiel in Teheran trotz Ticketerwerbs nicht beiwohnen. Sie mussten draußen bleiben, im Gegensatz zu den syrischen Frauen.

Die direkte Teilnahme an der Fußball-WM 2018 in Russland ist Syrien nicht gelungen, dafür hätte es ein Sieg sein müssen. Aber mit dem späten Ausgleichstreffer zum 2:2 gegen den Iran können die Syrer weiter von der ersten WM-Teilnahme ihres Landes träumen. 

Freudentaumel in Damaskus: 

Im Iran hingegen gab es keinen Grund zum Feiern. Grund dafür war das wenig erfreuliche Ergebnis des Spiels im Teheraner Stadion einerseits und das Verbot für iranische Frauen im Stadium. Die Frauen im Iran kämpfen seit Jahren gegen das Verbot an, ins Stadion gelassen zu werden. Immer wieder kommt es zu Verhaftungen von weiblichen Fussballfans, die sich als Männer getarnt in die Stadien schlichen. Die religiösen Führer des Iran begründen ihr Verbot gerne damit, dass es in den Stadion rüde zugehe und man sich einer Sprache bediene, die für Frauen untauglich ist. 

Zwar durften iranische Frauen Tickets erwerben, aber das Anfeuern ihrer Mannschaft blieb ihnen im Gegensatz zu den Syrerinnen verwehrt. 

Der Ausgleichstreffer gegen den Iran:

In ihrer Gruppe erreichten die Syrer nun den dritten Platz und dies trotz aller Schwierigkeiten ihres kriegsgebeutelten Landes. Im kommenden Monat muss sich das syrische Team gegen die australische Mannschaft beweisen. Unter dem Hashtag #Yes_We_Can zeigen die Syrer Geschlossenheit für ihre Mannschaft. Saudi-Arabien hatte überraschend gegen Japan 2:1 gesiegt, sonst wäre das Land anstelle Australiens Syriens kommender Gegner gewesen. 

Die WM in Russland findet vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 statt. Insgesamt 64 Spiele werden von 32 Teams in 12 WM Stadien an 11 Austragungsorten in Russland durchgeführt. Die USA müssen noch um ihre Qualifikation zur Teilnahme in Russland bangen. Gegen Honduras ging das Spiel mit 1:1 unentschieden aus. Bereits qualifiziert haben sich der russische Gastgeber, Japan, Südkorea, Mexiko, Iran, Saudi-Arabien, Brasilien und Belgien.