Für Krieg in Syrien & Irak: USA geben erstmals Geheimbasis in Vereinigten Arabischen Emiraten preis

Für Krieg in Syrien & Irak: USA geben erstmals Geheimbasis in Vereinigten Arabischen Emiraten preis
Die USA haben erstmals eingeräumt, dass sie eine Militärbasis in der Golfmonarchie Vereinigte Arabische Emirate für Bombenmissionen im Irak und Syrien nutzen. Der stationierte US-General räumt ein, dass die USA in Syrien unerwünscht sind, aber dennoch bleiben werden.

Das US-Militär ist auf dem Luftwaffenstützpunkt al-Dhafra stationiert. Diese Basis liegt rund 25 Kilometer südlich der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi. Nach offizieller Lesart benutzen die USA diese Militärbasis, um der Gefahr, die von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ ausgeht, in Syrien und Irak zu konfrontieren. Die USA und Emirate bauten ein Sondereinsatzkommando für Luftmilitärmissionen in der Basis auf. Die Einheit wird laut einem Bericht von DoD Buzz '380. Luftexpeditionsgeschwader' genannt.

Die Einheit unterhält ein eigenes Zentrum für Einsatzleitung und Geheimdienstanalysen. Auf der Militärbasis sind bis zu 1.200 Soldaten stationiert.  Das wird unter dem Namen „Kingpin“ vorgestellt.

Das Militärportal Military.com führte ein Exklusiv-Interview mit US-Armeevertretern in al-Dhafra. Unter Berücksichtigung strikter Vorgaben aus dem Pentagon für die Veröffentlichung der Informationen gab ein Offizier an, dass die Einheit 380. Luftexpeditionsgeschwader im Jahr 2002 ins Leben gerufen wurde. Die USA unterhalten allerdings seit rund 25 Jahren eine Präsenz auf dem Luftwaffenstützpunkt. Das bedeutet, dass das Pentagon die Basis nicht ausschließlich für Missionen gegen den IS benutzt. Sie steht für eine ganze Bandbreite von Operationen der US-Armee im gesamten Nahen Osten zur Verfügung.

Die Basis beherbergt eines der weltweit größten Treibstofflager. Hinzu kommen Tank- und Transportflugzeuge vom Typ KC-10, hochfliegende Langestrecken-Aufklärungsdrohnen vom Typ RQ-4 Global Hawk, AWACS-Luftaufklärer vom Typ E-3 Sentry, Aufklärungsflugzeuge vom Typ U-2 Dragon Lady und die modernen F-22-Kampfflugzeuge.

Gemeinsam führen die Militärflugzeuge Missionen wie Luftbetankung, Geheimdienstaufklärung, Überwachung, Einsatzleitung, Luftbombardierungen und Luftunterstützung durch.

Über die Funktion des „Kingpin“-Zentrums sagte der US-Brigadegeneral Charles Corcoran, Kommandeur des 380. Luftexpeditionsgeschwaders und Kampfpilot eines F-22 laut Military.com:

Kingpin redet mit den Leuten am Boden. Es sorgt dafür, dass diese Flugzeuge provisorisch kontrolliert werden und sie zu den Lufttankern kommen. Sie sprechen mit dem Luftverkehrszentrum im katarischen al-Udeid. Sie minimieren Unklarheiten und Reibungen für den gesamten Verantwortungsbereich.“

Über die US-Präsenz in Syrien bemerkte General Corcoran in seltener Offenheit:

Wir bekämpfen einen Feind – den IS – in einem anderen Land – Syrien, wo es auch einen Aufstand gibt. Aber wir sind nicht wirklich eingeladen, ein Teil davon zu sein. Aber wir können es nicht den Syrern überlassen, den IS loszuwerden, denn das hat nicht funktioniert, richtig? Also es ist wirklich ein seltsamer Ort, um da zu sein.“

Der General fügte hinzu:

Wir wissen, dass wir den IS besiegen werden. Deren Tage sind gezählt. Was kommt als nächstes?“