Syrien: US-Soldaten liefern sich Schießerei mit pro-türkischen Rebellen in Manbidsch

Syrien: US-Soldaten liefern sich Schießerei mit pro-türkischen Rebellen in Manbidsch
US-Soldaten haben sich in Nordsyrien mit Rebellen ein Feuergefecht geliefert, die von der Türkei unterstützt werden. Das teilte ein US-amerikanischer Militärbeamter gegenüber CNN am Dienstag mit.

Kämpfer oder Soldaten seien bei diesem Zusammenstoß nicht verletzt worden, heißt es. Der Zwischenfall ereignete sich vermutlich wenige Kilometer westlich der Stadt Manbidsch. Die US-geführte Koalition gegen den „Islamischen Staat“ vermutet, dass es sich bei den „Angreifern“, wie CNN titelt, um Rebellen handelt, die von der türkischen Armee unterstützt werden. Die Türkei kooperiert mit den FSA-Rebellen im sogenannten Euphrat Schild-Gebiet zwischen den Städten Dscharablus und Azaz.

Der Pressesprecher der US-geführten Koalition Ryan Dillon sagte:

Unsere Kräfte wurden beschossen und schossen zurück. Sie rückten dann ab zu einem sicheren Punkt.“

„Die Koalition sagte der Türkei, dass sie den Rebellen mitteilen muss, die sie unterstützt, dass der Beschuss von US-geführten Koalitionstruppen nicht akzeptabel ist", fügte der US-Offizier hinzu.

Die USA reichten einen diplomatischen Protest an die türkische Regierung weiter. Der Zwischenfall ereignete sich, als der US-Verteidigungsminister Jim Mattis die Türkei besuchte.

Das ist nicht das erste Mal, dass sich solche Zwischenfälle ereigneten. Anfang August betonte der Militärsprecher Dillon, dass die USA „Recht haben, sich zu verteidigen“.

Die USA bilden YPG-Kämpfer, die als PKK-nah gelten, in der syrischen Stadt Manbidsch aus. Die YPG wird militärisch ausgerüstet und US-Soldaten kämpfen eingebettet in den Reihen der Kurden-Miliz beispielsweise in Rakka, das noch immer vom Islamischen Staat gehalten wird.

Die Türkei und ihre lokalen syrischen Alliierten betrachten diese Allianz mit Argwohn. Die Türkei befürchtet, dass die USA mit Hilfe der YPG neue Tatsachen in Nordsyrien schaffen, die die Interessen des NATO-Staats unterlaufen. Zeitgleich führt die Türkei einen Krieg mit der PKK in Südostanatolien und dem Nordirak.

Der stellvertretende Kommandeur der Anti-IS-Koalition, der britische Generalmajor Rupert Jones, kommentierte die Spannungen vergangene Woche:

Wir ergreifen entsprechende Maßnahmen, um das Risiko dieser Entwicklungen zu vermeiden. Aber sie kommen vor und alle Koalitionskräfte haben das Recht auf Selbstverteidigung.“