Israelische Drohnen auf Island liefern Lebensmittel

Israelische Drohnen auf Island liefern Lebensmittel
Fliegender Sushi-Service in London, England, 10. Juni 2013.
Israelische Drohnen beliefern nun Isländer. Es handelt sich um die weltweit erste Nahrungsmittellieferungsroute. Nicht alle Isländer befürworten die Präsenz israelischer Drohnen. Der Stadtrat Reykjavíks hatte 2015 gefordert Israel zu boykottieren.

Der isländische Firmenchef Maron Kristófersson des On-Demand-Waren-Service AHA:

Wir fühlen, dass die Zusammenarbeit mit Flytrex uns an die Spitze der Konkurrenz stellen wird, was wir unseren Händlern und unseren Kunden bieten können.

AHA ist eine Online-Plattform für Restaurants und Einzelhändler. 

Es handelt sich bei den Drohnen um Matrice 600 Modelle. Die Boxen, welche mit Lebensmitteln gefüllt werden stammen aus China von der Firma DJI. Mehrere Kilo können so befördert werden. Die Firma erzielte durch den Einsatz der Drohnen 60% ihrer Zulieferungskosten. Auch die Schnelligkeit der Lieferung verbesserte sich um 20 Minuten.  

Island war das erste europäische Land, welches Palästina anerkannte. Eine Resolution hierfür wurde im Jahr 2011 verabschiedet. Hierin erkannt Island den Palästina als einen Staat im Sinne der Grenzen von 1967 an. Im September 2015 sollte über den Boykott israelischer Güter abgestimmt. Dieser Vorschlag aber wurde wieder zurückgenommen, da dies nicht mit en isländischen Gesetzen vereinbar sei. Der Boykott-Aufruf führte dazu, dass isländisches Bier Einstök kurzfristig aus den amerikanischen Regalen verschwand. Die israelische Gruppe "Stand with US" forderte seinerseits die Abkehr von isländischen Produkten und Reisen in das ferne Land. 

Bislang werden die Lebensmittel nur innerhalb einer Bucht geliefert. Ein Mitarbeiter belädt die Drohne in der Zentrale und ein anderer entlädt sie nahe der Kunden, um zu liefern. Ab nächstem Jahr soll direkt zur Haustür geliefert werden.