Libanesische Armee überrennt IS-Stellungen und hisst spanische Fahne für Terroropfer

Libanesische Armee überrennt IS-Stellungen und hisst spanische Fahne für Terroropfer
Die libanesische Armee hat eine Reihe wichtiger Siege gegen die Terrormiliz IS erreichen können. Libanesische Soldaten rückten entlang der libanesisch-syrischen Grenze gegen mehrere IS-Stellungen vor. Derzeit führt die Armee eine Offensive gegen den IS.

Um ihre Solidarität mit den Terroropfern in Katalonien auszudrücken, hissten die Soldaten eine spanische Fahne. Insgesamt befreite die libanesische Armee rund 80 Quadratkilometer entlang der nordöstlichen libanesisch-syrischen Grenze. Etwa 40 Quadratkilometer befinden sich noch im Besitz der Terrormiliz. Die libanesische Armee führt seit Samstagmorgen eine Offensive gegen den IS durch.

Der Vorstoß der libanesischen Armee findet zeitgleich zu einer gemeinsamen Offensive der syrischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz in der Qalamoun-Region auf der syrischen Seite der Grenze statt.

Hauptziel der libanesischen Armee waren Ras Baalbek und das Gebirgsgebiet um al-Qaa. Eigenen Angaben zufolge stürmte die Armee zwölf IS-Stellungen und tötete mindestens 15 IS-Kämpfer.

Am zweiten Gefechtstag eroberte die Armee etwa 30 Quadratkilometer vom IS. Bei der Offensive seien drei Soldaten gefallen und drei weitere seien verletzt worden.

Um ihren Sieg zu feiern und als Gedenken an die Opfer der Terroranschläge des IS in Spanien und in anderen Ländern, hissten die libanesischen Soldaten eine spanische Fahne auf einer IS-Stellung in den Bergen in der Ras-Baalbeck-Region.

Bei dem Anschlag in Barcelona waren am Donnerstag 13 Menschen getötet worden. Wenige Stunden später starb zudem eine Frau in der südwestlich gelegenen Küstenstadt Cambrils, wo wohl ein weiterer Anschlag vereitelt wurde. Die Frau wurde von mutmaßlichen Terroristen auf der Flucht tödlich verletzt, die Täter wurden erschossen.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist Henry Kissinger immer noch politisch aktiv.

Zeitgleich zur libanesischen Offensive erklärte der Sender Al-Manar, dass Kämpfer der Hisbollah und die syrische Armee gegen den IS vorrückten. Sie konnten eine Reihe von IS-Stellungen erobern und insgesamt 87 Quadratkilometer von der Herrschaft der Terrororganisation befreien.

Am Samstag berichtete ein Korrespondent der syrischen Nachrichtenagentur SANA, dass "Armee-Einheiten, in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Libanesischen Widerstand, Hisbollah" mindestens zwölf strategische Höhen im Gebirgsgebiet zum Libanon erobert haben. Syrische Truppen und die Hisbollah seien auf dem Vormarsch Richtung al-Arqoub und Rabeit al-Nahhash im westlichen Teil von Qalamoun.

Die libanesische Offensive erfolgte, nachdem der IS versucht hatte, in libanesische Dörfer einzudringen. Zudem nahm die Terrororganisation libanesisches Gebiet unter Artilleriebeschuss.

Die Operation sei seit Wochen in Vorbereitung, erklärte die Armee. Sie dementierte, dass es eine Zusammenarbeit mit der syrischen Armee oder Hisbollah besteht.

Diese Angriffe planen wir jetzt seit mehr als zwei Wochen", erklärte der Pressesprecher der libanesischen Armee Brigadegeneral Ali Kanso gegenüber Al-Jazeera. "Unsere Mission ist es, das Grenzgebiet bis zur syrischen Grenze zu bereinigen."

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