Iraner warnen Trump: Sanktionen werden zur Wiederaufnahme des Nuklearprogramms führen

Iraner warnen Trump: Sanktionen werden zur Wiederaufnahme des Nuklearprogramms führen
Hassan Rohani bei einer Pressekonferenz in Teheran, Iran, 22. März 2017.
Nach dem Beschluss, die Budgets für die Raketenproduktion zu erhöhen und so auf die neuen US-Sanktionen zu reagieren, droht Irans Präsident Hassan Rohani nun, das Nuklearprogramm wieder hochzufahren, sollten die USA bei ihrer Anti-Iran-Politik bleiben.

Der iranische Präsident Hassan Rohani erklärte im iranischen Staatsfernsehen, dass sein Land nur wenige Stunden benötige, um das Nuklearprogramm wieder in Gang zu bringen. Dies werde geschehen, sobald die Amerikaner weitere Sanktionen gegen den Iran verhängen. 

Iranische Revolutionsgarden beobachten einen Raketenstart in Teheran, Iran, 28. Juni 2011.

Aus Sicht des Iran verletzen die jüngst vorgestellten neuen US-Sanktionen das Nuklearabkommen aus dem Jahr 2015. Es war unter maßgeblicher deutscher Vermittlung in den 5+1-Gesprächen zustande gekommen. Ende Juli hatte der amerikanische Kongress trotzdem neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen.

Diese treffen sechs iranische Firmen auf Grund ihrer Nähe zur Raketenherstellung. Der Iran hatte zudem einen Satelliten ins All geschossen, was die US-Regierung als Verletzung der UN-Resolution wertet. Der Iran verneint dies, denn seine Raketen seien nicht dafür ausgestattet, Atomwaffensprengköpfe zu tragen.

Hassan Rohani kritisierte das Verhalten der USA: 

Die Welt hat deutlich gesehen, dass Amerika unter Trump das internationale Abkommen ignoriert hat, [...] sein Wort bezüglich des Pariser Abkommens und des Kuba-Abkommens gebrochen hat [...] und dass die USA kein guter Partner und verlässlicher Verhandler sind. 

Als erste der angedrohten Gegenmaßnahmen auf die Anti-Iran-Politik der USA hat der Iran eine Budgeterhöhung für die iranische Raketenherstellung beschlossen. Auch Auslandseinsätze der iranischen Revolutionsgarden werden künftig noch stärker gefördert.