Syrien: Armee befreit letzte IS-Hochburg in Homs [EXKLUSIV-VIDEO]

Syrien: Armee befreit letzte IS-Hochburg in Homs [EXKLUSIV-VIDEO]
Soldaten der syrischen Armee. Archivbild.
Die syrische Armee hat nach einem erbitterten Kampf die Stadt as-Suchna von Kämpfern des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) befreit. Die Stadt war die letzte Hochburg der Terrormiliz in der Provinz Homs. RT veröffentlicht exklusive Bilder von der Befreiung.

Am Sonntag zog die syrische Armee (SAA) "die Schlinge um die IS-Terroristen enger zusammen", berichtete die syrische Nachrichtenagentur SANA. Nach einem schnellen, aber erbitterten Kampf konnten die Regierungstruppen die Stadt über das Wochenende befreien.

Armee-Einheiten zielten auf die verbliebenen Stellungen der Terroristen mit präzisen Schlägen. Diese flohen tief in [die Wüste]", erklärte eine Quelle in der syrischen Armee gegenüber SANA.

Zudem hätte die SAA die meisten IS-Anführer in der strategisch wichtigen Stadt getötet und die Ausrüstung der Terroristen zerstört. 

Am Samstag berichteten SANA und das Nachrichtenportal Al-Masdar, dass die SAA in die Stadt aus drei unterschiedlichen Richtungen eingedrungen war. Die Dschihadisten mussten sich daraufhin zurückziehen. Die Regierungstruppen befreiten die Stadt nach einer heftigen Schlacht.

Nach deren Betreten machten sich SAA-Einheiten daran, Minen und improvisierte Sprengkörper zu räumen, berichtete Al-Masdar unter Berufung auf ein Armeemitglied. 

Die RT-Videoagentur Ruptly hat exklusive Bilder der Befreiung von as-Suchna gedreht. Das Videomaterial zeigt die großflächige Zerstörung der Stadt und die von IS-Kämpfern zurückgelassene Munition.

As-Suchna liegt etwa 50 Kilometer von der antiken Stadt Palmyra entfernt. In etwa gleicher Entfernung liegt die Provinz Deir ez-Zor, eine der wenigen Gebiete, die der IS noch kontrolliert. 

Neben dem Sieg über den IS in der Provinz Homs rückt die syrische Armee, unterstützt von russischen Luftstreitkräften, auch in den Provinzen Hama und Rakka vor. Die US-angeführte Koalition führt dort eine Operation durch, um die IS-Hochburg Rakka zu befreien. 

Mehr zum Thema: Syrien: Russische Militärpolizei sichert weitere Deeskalationszone

Derweil kritisierte die syrische Regierung die US-angeführte Koalition und warf ihr in einem Schreiben an die Vereinten Nationen vor, das Völkerrecht zu verletzen, da sie in Syrien tätig ist, obwohl sie keine Genehmigung dafür seitens der syrischen Regierung oder der UN erhalten hat.

Während die USA immer mehr eigene Soldaten nach Syrien entsenden,  kommt es zum Bruch mit einst verbündeten Rebellengruppen. Das Bild zeigt einen US-Soldaten im nordsyrischen Al-Darbasiyah.

Damaskus beschuldigte die Koalition auch, neue Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung begangen zu haben. Die US-Koalition habe in Rakka ein Krankenhaus angegriffen. Zudem setze sie international verbotene Phosphorbomben ein.

Allein am Samstag sollen bei einem Luftangriff auf ein Wohngebiet in Rakka mindestens 43 Zivilisten getötet und mehrere Dutzend verletzt worden sein, berichtete SANA. Die meisten Opfer seien Frauen und Kinder.

Die Koalition widersprach diesem Bericht, gab aber in einer Erklärung gegenüber RT zu, dass sie Phosphorbomben einsetzt, um verbündete Bodenkräfte zu unterstützen. Obwohl die Koalition beteuert, zivile Opfer möglichst gering zu halten, sind seit dem Beginn der Offensive der US-Koalition gegen den IS in Syrien und im Irak eigenen Angaben zufolge 624 Zivilisten "unabsichtlich getötet" worden. 

Die in Großbritannien ansässige Beobachterorganisation Airwars widerspricht dieser Zahl. Ihren Angaben zufolge tötete die US-Koalition mehr als 4.350 Zivilisten seit Juni 2014. Auch diese Angaben dürften sich als zu niedrig erweisen. So veranschlagt der britische Independent allein für Mossul die Zahl der zivilen Opfer auf 40.000. Auch in Rakka nimmt die US-Koalition keine Rücksicht auf sogenannte Kollateralschäden.

Mehr zum Thema: IS-Hauptstadt Rakka: USA führen Krieg gegen Zivilbevölkerung

Trends: # Krieg in Syrien
ForumVostok