Vereinigte Arabische Emirate versuchen mit 9/11-Doku Beweise für den Terror durch Katar zu liefern

Vereinigte Arabische Emirate versuchen mit 9/11-Doku Beweise für den Terror durch Katar zu liefern
Ein Mann während der Zeremonie des Gedenkens an den 11. September 2001 in New York, USA, 11. September 2012.
In der anhaltenden Katar-Krise wollen die Gegner Katars einen Dokumentarfilm veröffentlichen, der Beweise für die Beteiligung Katars in die Anschläge vom 11. September 2001 liefert. Gleichzeitig geht aus einem Bericht der USA hervor, dass Katar aktiv den Terror bekämpft.

"Katar... der Weg nach Manhattan" - unter diesem Titel wird der Dokumentarfilm veröffentlicht, der Katar in ein schlechtes Licht rücken soll und Beweise für die Beteiligung des Landes liefern will. Herausgeber ist SkyNewsArabia, der zu Teilen dem Emirati Mansour bin Zayed Al Nahyan gehört. Der Dokumentarfilm fällt in eine Zeit der diplomatischen Krise in der Region. 

Der Film fußt auf dem Besuch Khalid Sheikh Mohammads in Katar im Jahr 1996 und will damit die langfristige Unterstützung des Terrors durch Katar begründen. Khalid Sheikh Mohammad, pakistanischer Abstammung und hochrangiges Mitglied von Al-Kaida, wird nachgesagt, Schutz und finanzielle Unterstützung durch Katar erhalten zu haben. Er gilt als Chefplaner der Anschläge auf die Twin Tower des 11. September 2001. Derzeit befindet er sich im US-Gefängnis Guantanamo. 

Abdulla Al-Muftah, der Sprecher des katarischen Innenministeriums, stellt die neuen Regelungen vor, Doha, 20. Juli 2017.

Anfang Juni hatten Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten die Beziehungen zu Katar gekappt. In ihren Augen unterstütze Katar terroristische Gruppierungen. Außerdem wirft man dem Emirat einen zu engen Kontakt zum Iran vor. Kuwait fungierte bisher als Vermittler in dem Konflikt. Am 20. Juli teilte das Emirat Kuwait mit, dass der Iran 15 seiner 19 Diplomaten aus dem Land abziehen muss, berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Dem Iran wird dafür ein Zeitraum von 48 Tagen zugesprochen. Auch kulturelle Einrichtungen sollen geschlossen werden.

Katar beschuldigte im Gegenzug die Vereinigten Arabischen Emirate der Entsendung von Terroristen und merkte an, dass die Terroristen aus den Emiraten stammten und nicht aus Katar. 

In der vergangenen Woche veröffentlichten die USA einen neuen Bericht zum Terror in verschiedenen Ländern. Hieraus geht hervor, dass Katar mit dem Ausland kooperierte, um gegen den Terrorismus anzukämpfen. Hier heißt es:

Die USA und Katar unterhielten im Jahr 2016 eine starke Partnerschaft im Kampf gegen den Terror und kollaborierten um engere regionale und internationale Kooperationen gegen den Terrorismus, für die Strafverfolgung und die Einhaltung des Rechts.