Waffenstillstand für den Süden von Syrien: Israel warnt weiter vor dem Iran

Waffenstillstand für den Süden von Syrien: Israel warnt weiter vor dem Iran
Erin Kämpfer der so genannten Freien Syrischen Armee liest den Koran, Daraa, Syrien, Mai 2017.
Russland, die USA und Jordanien haben am Sonntag ein umfangreiches Waffenstillstandsabkommen für den Süden Syriens beschlossen. Am Sonntag erklärte der russische Außenminister, dass Russland an der Zusammenarbeit mit den USA im Süden des Bürgerkriegslandes festhalten wird.

Die Implementierung „konfliktberuhigter Regionen“ in Südsyrien wird von Russland, den USA und Jordanien unterstützt und garantiert. Der Waffenstillstand begann am Sonntag und umfasst die Regionen Deraa, Kuneitra und Suweida.

Symbolbild

„In Bezug auf die Perspektiven unserer Zusammenarbeit mit den Amerikanern wird sie auf Basis der Deeskalationszone in Syriens Südwesten fortgesetzt. Das Memorandum vom 7. Juli sieht die Einführung weiterer Elemente vor, die sicherstellen werden, wie diese Zone in der Praxis funktionieren wird. Der Waffenstillstand sollte konsolidiert werden“, sagte Lawrow gegenüber Reportern in Moskau.

Die Deeskalationszone soll dabei helfen, die bewaffnete Opposition von den Terrorgruppen „Islamischer Staat“ und der ehemaligen al-Kaida-Gruppe Hayat Tahrir al-Sham zu trennen.

Die israelische Presse betrachtet das getroffene Abkommen als „langfristiges Problem“. Laut dem Haaretz-Redakteur Amos Harel fürchtet Tel Aviv die Präsenz der iranischen Revolutionsgarde und libanesischen Hisbollah auf dem Gebiet der Golanhöhen, die Israel zum Teil besetzt.

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„Die Aussichten sind nicht besonders optimistisch“ , behauptet Haaretz. „In den letzten Monaten erhöhten die Hisbollah sowie iranische Militärberater ihre Präsenz im Korridor, der Damaskus mit der Stadt Neu-Kuneitra auf den Golanhöhen verbindet.

„Wir einigten uns auf die Schaffung eines Überwachungszentrums, das von Russland, den USA und Jordanien in Amman eingerichtet wird. Das wird alle Details über die Funktion der Deeskalationszone koordinieren“, sagte Lawrow.

Der russische Präsident Wladimir Putin, der das Thema mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump beim G20-Gipfel besprochen hatte, nannte das Waffenstillstandsabkommen „einen Durchbruch“. Er bemerkte, dass die „pragmatische Haltung Washingtons“ den Deal ermöglichte.

Finale Abkommen über die Deeskalationszonen in der Nähe von Homs und Ost-Ghuta könnten schon bald abgeschlossen werden, sagte Lawrow. Unterdessen dauern die Verhandlungen über die größte Rebellenregion Idlib noch an. In diesem Raum möchte Moskau mit der Türkei als Garantiemacht kooperieren.

Die Initiative hinter den Deeskalationszonen hilft, die „Beziehungen zwischen der bewaffneten Opposition und den Regierungstruppen zu normalisieren“, äußerte der russische Außenminister.

Die Zonen schaffen gute Bedingungen für die Konfliktparteien, um das „Kämpfen zu beenden“ und die Kräfte gegen den Terrorismus zu vereinen, schloss Lawrow.

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