Syrischer Präsident steigt in Kampfjet ein - Besuch in russischer Militärbasis

Syrischer Präsident steigt in Kampfjet ein - Besuch in russischer Militärbasis
Bildquelle: رئاسة الجمهورية العربية السورية
Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich in der Rolle eines Kampfpiloten geübt, als er die russische Luftwaffenbasis in Latakia besuchte. Zum ersten Mal besuchte al-Assad die russische Militärbasis Hmeimim, wo er auch den russischen Generalstabschef Waleri Gerasimow traf.

Die Bilder vom Besuch am Dienstag wurden vom Pressedienst des syrischen Präsidenten publik gemacht. Der russische Vorsitzende des russischen Generalstabs, Waleri Gerasimow, führte Baschar al-Assad durch die Militärbasis, geht aus einer Erklärung des Verteidigungsministeriums hervor. Dabei diskutierten beide Seiten die Intensivierung der bilateralen Militärzusammenarbeit gegen die Terrormilizen „Islamischer Staat“ und die ehemalige al-Nusra-Front, die sich heute Hayat Tahrir Scham nennt.

Mehr lesen:  Syrien: Russische und türkische Armee könnten Waffenstillstand in Rebellenhochburg Idlib überwachen

Bemerkenswert ist, dass das russische Militär das schwer gepanzerte Kampfunterstützungsfahrzeug Terminator 2 des Unternehmens Uralwagonsawod beim Besuch al-Assads in Hmeimim vorstellte.

Bildquelle: SANA

Der deutsche Sicherheitsexperte und Journalist Björn Müller schrieb über den Panzer Terminator 2 in einem Post auf dem Micro-Bloggingdienst Twitter, dass Assads Truppen nun „über den weltweit ersten Panzer-Typ“ verfügen, der speziell für den Kampf in urbanen Gebieten konzipiert wurde.

Bildquelle: SANA

Al-Assad und Gerasimow diskutierten die Umsetzung des Abkommens zur Schaffung von konfliktberuhigten Zonen in Rebellengebieten Syriens. Das Ziel ist es, kriegerische Auseinandersetzungen zu beenden, wie im Rahmen der Astana Friedensgespräche beschlossen. Russland, Iran und die Türkei unterstützen die Beilegung von Gewalt in den Rebellengebieten Idlib, Homs, Ghouta und Deraa.

Anfang dieses Jahres unterzeichneten Russland und die syrische Regierung eine Vereinbarung, die es Russland erlaubt, den Luftwaffenstützpunkt sowie den Seehafen von Tartus für 49 Jahre zu nutzen.

Seit Ende 2015 führt das russische Militär auf Ersuch von Damaskus eine Anti-Terroroperation in Syrien gegen den „Islamischen Staat“ und andere Gruppen durch. Im März 2016 befahl der russische Präsident Wladimir Putin, die Mehrheit der russischen Truppen aus dem Krisengebiet wieder abzuziehen. Die in Syrien verbliebenen Truppen überwachen den Waffenstillstand in Syrien.