Saudi-Arabien will mit Katar nicht über Bedingungen zur Beseitigung der Krise verhandeln

Saudi-Arabien will mit Katar nicht über Bedingungen zur Beseitigung der Krise verhandeln
Adel al-Jubeir neben seinem amerikanischen Amtskollegen Rex Tillerson in Washington, USA, 23. März 2017.
Katar wurde ein 13 Punkte-Plan vorgelegt dem es zustimmen muss, um die Krise zu beenden. Saudi-Arabien teilte nun mit, dass diese nicht verhandelbar seien. Seit dem 6. Juni haben Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten eine Blockade gegen das kleine Scheichtum Katar verhängt.

Der saudische Außenminister Adel al-Jubeir sagte am Dienstag, dass es keine Verhandlungen mit Katar geben werde, die den Forderungen des Scheichtums nachkämen. Dies berichtete Reuters und stützte sich auf die staatliche Nachrichtenagentur Ekhbariya.

Kuweit hatte Tage zuvor Katar, als angeblicher Vermittler, eine lange Liste von Forderungen an die Belagerten überreicht. Der Katalog schließt mit einem Ultimatum: Katar solle den Forderungen innerhalb von zehn Tagen zustimmen. Die Golfstaaten begründen ihre Blockade damit, dass Katar den Terror finanziere. 

Aus Saudi-Arabien ausgewiesene katarische Kamele sammeln sich an der Grenze. Weil Katar zuwenig Fläche hat, durften die Tierbesitzer ihre Kamele bisher in Saudi-Arabien weiden lassen, Katar 20. Juni 2017.

An erster Stelle steht die Forderung an Katar, die diplomatischen Beziehungen mit dem Iran abzubrechen und die dortigen diplomatischen Vertretungen zu schließen. Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde sollen aus Katar ausgewiesen und jede militärische Zusammenarbeit mit dem Iran unterbrochen werden. Aus Sicht des saudischen Königshauses sei nur derjenige wirtschaftliche Austausch mit dem Iran legitim, der nicht im Widerspruch zu Sanktionen steht, welche die USA und andere Staaten gegen die Republik Iran verhängt haben.

Die Regierung Katars in Doha sieht in den Forderungen einen Angriff auf seine staatliche Souveränität.