Nach Anschlag in Teheran: Iran beschießt Terroristenstellungen in Syrien

Nach Anschlag in Teheran: Iran beschießt Terroristenstellungen in Syrien
Iranische Raketen werden zu Ehren der 37. Jubiläums der Iranischen Revolution in Teheran präsentiert, Iran, 11. Februar 2016.
Die iranischen Revolutionsgarden setzten Mittellangstreckenraketen gegen Stellungen von Terroristen im syrischen Deir ez-Zor ein, um Angriffe in Teheran des "Islamischen Staates" zu vergelten, dies berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

Es handelte sich um Bodenraketen, die von der westlichen Provinz Kermānschāh in Richtung Ostsyriens auf die Deir ez-Zor Provinz abgeschossen wurden. 

Press TV schrieb in einem Kommentar: 

Das Blutvergießen Unschuldiger wird nicht unbeantwortet bleiben. 

Die Revolutionsgarden nahmen die zentrale Stellung der Terroristen ins Visier. Sie gehen davon aus, dass dieser der Ursprungsort der Terroristen ist. Tasnim berichtete weiterhin, dass der Raketenangriff eine große Zahl an Terroristen getötet und zu hohem Materialschaden geführt habe. 

Die Revolutionsgarden nutzten Raketen vom Typ "Zulfiqar" mit einer Reichweite von 700 Kilometern, so die Fars-Nachrichten. 

Iranische Sicherheitskräfte gehen in der Nähe des Parlaments in Teheran in Deckung, 7. Juni 2017.

Mehrere Aufnahmen wurde in den sozialen Netzwerken gezeigt, die den Moment des Raketenabschusses einfingen. 

Das erste Video wurde von einem Mann im Westen des Irans aufgenommen. "Ich bin mir sicher, dass dies eine Rakete ist", hört man ihn im Hintergrund des Videos sagen. 

Am 7. Juni nahmen die Terroristen mit zwei Anschlägen die Hauptstadt Teheran ins Visier. Die Angriffe fanden im Parlament und im Mausoleum des Imam Khomeini statt. Hier sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Der "Islamische Staat" reklamierte die Tat für sich. 18 Menschen kamen ums Leben und mehr als 50 wurden verletzt. 

Peter Ford, ehemaliger britischer Botschafter in Syrien und Bahrain, sieht in dem Schritt des Irans eher ein politisches Ziel mit einer klaren Botschaft an die Feinde des Irans in der Region. Gegenüber Russia Today sagte er: 

Militärisch ist es signifikant. Der Angriff scheint eine große Zahl an IS-Kämpfern eliminiert zu haben. Aber die politischen Konsequenzen sind die wichtigsten. Saudi-Arabien wird das Signal laut und deutlich erhalten haben. 

Er sagte weiterhin, dass Saudi-Arabien Donald Trump darin ermutigt habe, militärische Schritte gegen Teheran einzuleiten. Er bezeichnete Teherans Reaktion mit den Worten: 

Leg dich nicht mit uns an, wir haben eine große Reichweite.