Ägypten erwägt Kauf von bis zu 500 hochmodernen Kampfpanzern aus Russland

Ägypten erwägt Kauf von bis zu 500 hochmodernen Kampfpanzern aus Russland
Russische Rüstungsunternehmen könnten schon in Kürze einen Mega-Deal mit Ägypten zur Auslieferung von T-90MS Kampfpanzern abschließen. Das berichtet das militärische Fachportal Defence Blog.

Die ägyptischen Streitkräfte haben demnach deutliches Interesse daran bekundet, den modernen Panzer zu erwerben. Laut einem Bericht des Portals Mena Defense könnte Kairo erwägen, zwischen 400 und 500 Fahrzeuge des Typs T-90MS ins Inventar aufzunehmen. Hinzu kommt eine Reihe von Kits für die lokale Montage aus dem Hause Uralvagonzavod.

In diesem Zusammenhang hatte der russische Industrie- und Handelsminister Denis Maturow zuvor erklärt, dass Russland einen Großauftrag über den Verkauf von T-90-Panzern aus einem nahöstlichen Land erhalten habe.

Der neu gewählte somalische Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo Mogadischu, Somalia, 8. Februar 2017.

Über die letzten zwei Jahre haben wir, wie erwartet, eine Reihe von Tests in mehreren Ländern des Nahen Ostens durchgeführt. Im Dezember haben wir diesbezüglich einen Großauftrag mit einem Land im Nahen Osten unterzeichnet. Es gibt Pläne, bald einen weiteren Vertrag abzuschließen", sagte Maturow auf der IDEX 2017, der größten Rüstungsmesse des Nahen Ostens in Abu Dhabi.

Operative Fähigkeiten gegenüber Vorgängermodell deutlich verbessert

Der T-90MS ist das neueste Produkt der T-90-Familie. Es zeichnet sich gegenüber seinen Vorläufermodellen durch eine Reihe von Verbesserungen aus. Darunter fallen auch deutlich verbesserte operative Fähigkeiten gegenüber dem ursprünglichen T-90. Die modifizierte T-90-Version, die für den Export vorgesehen ist, hat das russische Verteidigungsministerium erstmals 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Stückkosten für den T-90MS liegen laut öffentlich zugänglichen Quellen bei 4,5 Millionen US-Dollar. Demnach könnte Russland im Rahmen des Abkommens zwischen 1,8 und 2,25 Milliarden US-Dollar für die Lieferung verlangen. Es ist allerdings nicht untypisch, dass bei Abkommen in dieser Größenordnung auch größere Rabatte gewährt werden.