Diplomatische Krise: Arabische Liga isoliert Katar wegen Terrorunterstützung (Live-Updates)

Diplomatische Krise: Arabische Liga isoliert Katar wegen Terrorunterstützung (Live-Updates)
Straßenszene aus Doha, Katar, 31. August 2016.
Das Emirat Katar ist am Montagmorgen überraschend von seinen Nachbarn isoliert worden. In einer offenkundig konzertierten Aktion brachen Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch Ägypten alle diplomatischen Beziehungen zu Katar ab. Die jüngsten Entwicklungen zur diplomatischen Krise.

Nach Angaben des Senders al-Arabiya erklärten die unmittelbaren Nachbarn des Emirats alle Grenzen für geschlossen. Die Bürger Katars wurden aufgefordert, ihre jeweiligen Länder in spätestens 14 Tagen zu verlassen. Die ägyptischen Behörden schlossen alle Häfen und Flughäfen für Schiffe und Flugzeuge aus dem Emirat.

Montag

16:45 Uhr

Wir beenden die Live-Updates

Update 16:10 Uhr

Erklärung Saudi-Arabiens zur Sperrung des Luftraums für Katar: 

Update 15:50 Uhr

Bilder von Hamsterkäufen in Katar und leeren Supermarktregalen: 

Wie sich die Nachricht der diplomatischen Krise in den Sozialen Medien verbreitete:  

Update 14:55 Uhr

Die Türkei bietet sich als Vermittler im Konflikt zwischen Katar und den arabischen Ländern an. 

Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu

Es ist eine Entwicklung, die uns alle sehr traurig stimmt. 

Update 14:50 Uhr

Javad Zarif, iranischer Außenminister zur diplomatischen Krise: 

Update 14:30 Uhr

Der ägyptische Außenminister teilte, laut Al-Arabiya mit, dass der katarische Botschafter 48 Stunden Zeit habe, um das Land zu verlassen und in seine Heimat zurückzukehren.

Update: 13:30 Uhr

Riad schließt die Filiale des  Fernsehsenders Al-Jazeera. Die Sendelizenz wird dem katarischen Fernsehsender entzogen. Die Journalisten sollen in ihr Herkunftsland zurückkehren. 

Update: 13:00 Uhr

Al-Jazeera berichtete, dass Lebensmittellieferungen aus Saudi-Arabien nach Katar sich an der Grenze stauen würden. 

Im Land soll es bereits zu Hamsterkäufen kommen. 

Update: 12:00 Uhr

Der Sender "al-Arabiya" gab bekannt, dass auch die Malediven die Beziehungen zu Katar abgebrochen haben. 

Laut Reuters haben die Fluggesellschaften Emirates, Etihad Airways, Saudia, Gulf Air und Egypt Air ihre Flüge nach Katar abgesagt.

Update: 11:00 Uhr

Wie die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete, haben Hamas-Anführer Katar verlassen und sich auf verschiedene Länder, genannt wurden der Libanon, Malaysia und die Türkei, aufgeteilt.  

Darunter befinden sich der Militärkommandeur Saleh al-Arouri, der Terrorzellen im Westjordanland überwacht hat, und Musa Duden, der in einem Gefangenenaustausch freigelassen worden ist. Er soll aus dem Gaza heraus Terroranschläge geplant haben. 

Update 10:50 Uhr

Der amerikanische Außenminister Rex Tillerson glaubt nicht daran, dass die Isolierung Katars den Kampf gegen den "Islamischen Staat" beeinflusse. Er rief die Parteien zur Mäßigung und Konfliktlösung auf. 

Update: 10:00 Uhr

Nach den Vorgehen gegen Katar sind die Ölpreise angestiegen, berichtet Reuters. Katar ist weltweit der größte Flüssiggas-Lieferant. Auch der Jemen und Libyen haben nun überraschend ihre diplomatischen Beziehungen zum Emirat Katar abgebrochen.

Update: 9:45 Uhr

Katar gab bekannt, dass es an der Charter des Golf-Kooperationsrats festhalten will. Es respektiere die Souveränität anderer Länder und interveniere nicht in deren Angelegenheiten. 

Der Golf-Kooperationsrat (GCC), auch Golfrat genannt, umfasst sechs der sieben Staaten der Arabischen Halbinsel. Das Ziel der Übereinkunft, die Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman umfasst, war es, diese Staaten gegen die Islamische Revolution im Iran (1979) und dessen Auswirkungen zu schützen. Sie besiegelte den Zusammenhalt in Außen- und Sicherheitspolitik und die gegenseitige Hilfe im Verteidigungsfall. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den USA, gegen den Iran. Für Europa ist der Verbund wichtig für den wirtschaftlichen Handel. Deutschland exportierte 2012 Waffen im Wert von 1,42 Milliarden Euro an den GCC.

Update: 9:30 Uhr

Zum Hintergrund der diplomatischen Krise: 

Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen folgte nach einer öffentlich gewordenen Email zwischen Hillary Clinton und John Podesta, die im Oktober 2016 offenlegte, dass Clinton über die finanzielle Unterstützung des Islamischen Staates durch die katarische und saudische Regierung im bilde war. 

Update: 9:15 Uhr

Al Jazeera berichtete: Das Außenministerium Katars sagte, es bedaure die "unbegründeten" Entscheidungen der arabischen Länder, die Beziehungen abzubrechen. 

Die Maßnahmen sind unbegründet und basieren auf Anschuldigungen und Behauptungen ohne Grundlagen. 

Katar erklärte, dass die Beziehungen nicht das "normale Leben der Bürger und Anwohner" tangieren würden. 

Update: 9:00 Uhr

Die Entscheidung der arabischen Staaten alle Verbindungen zu Katar abzubrechen, sei keine Maßnahme, um die Krise im Mittleren Osten zu beenden, so der stellvertetende Stabschef des iranischen Präsidenten Hassan Rohani, Hamid Aboutaleb, in einem Tweet. 

Die Ära diplomatische Verbindungen abzubrechen und Grenzen zu schließen, ist kein Weg, um eine Krise zu lösen ... wie ich zuvor schon sagte, haben Aggression und Besatzung lediglich das Ziel der Instabilität. 

Auch Pakistan gab an, kein Interesse an der Isolation Katars zu haben. 

Update: 8:37 Uhr

Als Reaktion auf die diplomatische Krise mit Katar hat die Fluglinie Etihad Airways alle Flüge in das Golfemirat eingestellt. Etihad ist die nationale Fluggesellschaft des arabischen Golfstaates Vereinigte Arabische Emirate (VAE). Von Dienstagmorgen an würden bis auf weiteres keine Maschinen mehr in die katarische Hauptstadt Doha fliegen, teilte Etihad am Montag mit. Kunden würden Alternativen angeboten.

Die Golfstaaten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain sowie Ägypten hatten zuvor alle diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die unmittelbaren Nachbarn erklärten zudem die Grenzen für geschlossen. Die Staaten werfen Katar vor, Terrororganisationen zu unterstützen. 

(dpa) 

ForumVostok