Trumps Treffen mit Abbas im Schatten des Terrors von Manchester

Trumps Treffen mit Abbas im Schatten des Terrors von Manchester
US-Präsident Trump und der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, nach der Pressekonferenz in Bethlehem, Westjordanland; 23. Mai 2017.
Präsident Trump befindet sich auf seiner ersten Auslandsreise. Nach einem ersten Stopp in Riad landete er am Montag in Tel Aviv. Am heutigen Dienstag stand ein Treffen mit dem Palästinenserführer Mahmoud Abbas an, das der Terror in England überschattete.

Der Fokus Trumps bei seinem ersten Besuch Israels lag auf der heiligen Stadt Jerusalem. Dies weckte bei vielen Israelis Hoffnung darauf, dass die USA Jerusalem als die ungeteilte Hauptstadt anerkennen und die US-Botschaft dorthin verlegen werden.

Am Dienstagmorgen stand ein Treffen mit dem Palästinenserführer Mahmoud Abbas an, der sich vor allem finanzielle Unterstützung für die Palästinensergebiete erhoffte. Besonders der Gazastreifen leidet unter der Blockade, die Israel 2007 als Reaktion auf die Machtergreifung der terroristischen Hamas verhängt hatte. 

Gemeinsam mit Abbas verurteilte Trump den Terrorakt von Manchester

Ich werde die Terroristen keine Monster nennen, da sie diesen Namen gerne hätten. Ich werde sie Verlierer nennen, weil es das ist, was sie sind. Die Terroristen müssen aus unserer Gesellschaft für immer verbannt und unschuldige Leben geschützt werden. 

Trump gibt sich zuversichtlich, ein trilaterales Format schaffen zu können

Das Treffen von Abbas und Trump fand nicht nur im chatten des Attentats, sondern auch unter dem Eindruck des andauernden Hungerstreik palästinensischer Gefangener und dem "Tag des Zorns" statt, zu dem mehrere Organisationen aufgerufen hatten. Trump hatte eine mögliche Lösung des Palästinenserkonflikts als "The Greatest Deal" bezeichnet, den er für lösbar hält. Im Rahmen dieses Besuchs aber war noch kein Raum für ein trilaterales Treffen zwischen den USA, Israel und den Palästinensern, um eine Lösung des Konflikts herbeizuführen. 

Der wiedergewählte iranische Präsident Hassan Rouhani vor seiner Pressekonferenz in Teheran; Iran, 22. Mai 2017.

Wie ich mit Präsident Abbas bereits zuvor in diesem Monat in Washington diskutiert hattee, sehe ich mich verpflichtet, alles zu tun, um ein Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern zu erreichen. 

Trump sagte weiterhin, dass Abbas und Netanjahu zugesichert hätten, ihn dabei zu unterstützen. Er sprach auch die neue Allianz an, die er in Saudi-Arabien mit muslimischen Ländern der Region - ausgenommen dem Iran - ins Leben rief, um gemeinsam den Terror zu bekämpfen. 

Einige Tage zuvor in Saudi-Arabien traf ich mich mit den Führern der muslimischen Nationen in der Region. Ich bat sie, in eine gemeinsame Partnerschaft zu treten, um den Terrorismus aus ihrer Mitte ein für alle Mal zu beseitigen. Es war ein sehr produktives Treffen und viele der Führer kamen überein, bezüglich dieses Ziels zu kooperieren. 

Trump lobte Abbas dafür, an dieser Zusammenkunft teilgehabt zu haben und für dessen Zusicherung, sich ebenfalls des Kampfes gegen den Terrorismus annehmen zu wollen. Abbas sagte bei seinem Treffen mit Trump in Bethlehem, dass die Palästinenser gewillt seien, einen diplomatischen Weg hin zu einer Zweistaatenlösung auf der Basis der Grenzen von 1967 zu diskutieren, mit Ostjerusalem als ihrer Hauptstadt. Aus den sozialen Medien war die Enttäuschung der Palästinenser darüber zu lesen, dass sich die Rede Trumps auf den Kampf gegen den Terror konzentrierte und nicht auf den palästinensisch-israelischen Konflikt. 

US-Präsident Donald Trump (2. von links) und die First Lady Melania Trump (3. von links) mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu (2. von Rechts) und seiner Frau Sara, sowie der neue US-Botschafter Israels, David Friedman, am Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv;  Israel 22. Mai 2017.

Trump: Abbas muss jeder Art der Gewalt abschwören

Aber Trump machte auch deutlich, dass es einen Weg hin zum Frieden zwischen Palästinensern und Israelis nur geben kann, wenn Abbas jede Art von Gewalt gegen Israelis verurteilt. Auch gegenüber Netanjahu lautete Trumps Standpunkt, dass eine Lösung des Konflikts einer Auslöschung des Islamischen Staates gleichkäme. Nach dem Treffen mit Abbas begab sich Trump in die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem. 

Auf Trumps Twitter-Account ist derzeit ein neues Hintergrundbild zu sehen: Trump an der Klagemauer mit der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung, der Kippa. Trump glaubt daran, dass die Gefahr aus dem Iran Araber und Israelis einen kann, um den Friedensprozess in Israel und Nahost voranzubringen. Präsident Hassan Rouhani verurteilte die neue Allianz.