Syrien: Weiterer US-Luftschlag gegen Pro-Regierungskräfte

Syrien: Weiterer US-Luftschlag gegen Pro-Regierungskräfte
Symbolbild: Ein US-Kampfjet bei einem Einsatz im Irak. Im Nachbarland Syrien nimmt die US-geführte Anti-IS-Koalition auch die Gegner des "Islamischen Staates" ins Visier.
Wie der irakische Sender Afaq TV berichtet, erfolgte am Donnerstag ein weiterer Luftschlag der US-geführten Koalition gegen regierungstreue Kräfte in Syrien. Dabei sei eine Miliz getroffen worden, die im Irak von den USA im Kampf gegen den "Islamischen Staat" unterstützt wird. Der Bericht konnte bislang nicht bestätigt werden.

Neben dem Angriff auf Pro-Regierungskräfte in der Provinz Homs soll es am Donnerstag in Syrien einen weiteren Luftschlag der US-Koalition gegen regierungstreue Kräfte gegeben haben. Der Angriff soll unweit des syrisch-irakischen Grenzübergangs al-Qa'im in der syrischen Provinz Deir ez-Zor erfolgt sein. Dabei soll ein Kämpfer der irakisch-schiitischen Miliz Sayyed Al-Shuhada getötet und sechs weitere verletzt worden sein. Der Sender Afaq TV veröffentlichte Videoaufnahmen, die den Angriff zeigen sollen.

Die angegriffene Miliz gehört den Volksmobilmachungseinheiten (PMU) an, ein Dachverband irakischer Gruppen, die sich zum Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) im Sommer 2014 zusammengeschlossen hatten. Die PMU bestehen mehrheitlich aus schiitischen Gruppen, aber auch sunnitische und christliche Milizen gehören dem Kampfbündnis an.

Der vermutete Luftangriff auf die Einheit Sayyed Al-Shuhadas verdeutlicht die schizophrene Haltung Washingtons: Im Irak hat das US-Militär Offensiven der PMU unterstützt, an denen auch Sayyed Al-Shuhada beteiligt war. Was den Kampf gegen den IS in Syrien betrifft, verfolgt das Pentagon offenbar andere Ziele.

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