US-Koalition greift Pro-Assad-Truppen in Syrien an, die sich Militärbasis Al-Tanf nähern

US-Koalition greift Pro-Assad-Truppen in Syrien an, die sich Militärbasis Al-Tanf nähern
Symbolbild - US- Erdkampfflugzeug A-10 fliegt einen Angriff im Irak, April 2003
Kampfflugzeuge der US-Koalition sollen eine regierungsnahe schiitische Miliz angegriffen haben. Diese hatte sich bis auf wenige Kilometer einer Militärbasis genähert, in der sich auf syrischem Territorium neben US-unterstützten FSA-Rebellen auch US-und britische Spezialeinheiten aufhalten. Dies berichtet ein Pentagon-gestützter Rebellenkommandant gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Mittlerweile hat auch das Pentagon den Angriff bestätigt.

Das Gebiet ist für die syrische Regierung strategisch wichtig, da es den Zugang über Straßen in den Irak sichern könnte.

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Britische SAS-Spezialeinheiten auf dem stark befestigten Stützpunkt in al-Tanf, Syrien

Laut FSA-nahen Quellen sollen bei dem Angriff mindestens vier Panzer sowie mehrere Truppentransporter zerstört worden sein.

Gegenüber Reuters erklärte eine US-amerikanischen Militärquelle: 

Der Konvoi bewegte sich auf dem Anmarschweg und reagierte in keiner Weise auf die zahlreichen Warnversuche, sich den Koalitionskräften in At Tanf nicht zu nähern.“

Von syrischer Regierungsseite wurde der Angriff bisher allerdings nicht bestätigt. Die Nachrichtenagentur Al Masdar verweist auf eine Militärquelle in Damaskus, die von einem direkten Angriff auf Regierungstruppen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) spricht. Laut derselben Quelle soll es sich bei den angreifenden Flugzeugen der US-Koalition jedoch um jordanische Kampfflugzeuge gehandelt haben.

Andere Quellen bestätigen jedoch den Angriff auf eine regierungsnahe schiitische Miliz und nicht auf die SAA direkt:

Auch die Pentagon-Korrespondentin von Stars & Stripes, Tara Copp, bestätigt diese Version:

Die US-Regierung soll bereits zuvor vor einer weiteren Annäherung syrischer Truppen an den Stützpunkt gewarnt haben. Es ist unklar, wie die ausländischen Truppen reagieren werden, sollten sie auf syrische Regierungssoldaten und regierungsnahe Milizen stoßen.

Einige Nutzer in den sozialen Medien wiesen daraufhin, dass es sich bei den von der US-Koaltion angegriffenen schiitischen Milizen um dieselben Gruppen handelt, mit denen sie im Irak gegen den IS kämpfen wollen, andere verwiesen auf die völkerrechts- und verfassungswidrigen Charakter der Angriffe: 

Die genaue Anzahl und Anordnung der britischen und US-Kräfte in al-Tanf ist unbekannt. Militärexperten vermuten, es handele sich dabei um britische Spezialeinheiten der SAS sowie der britischen Marineinfanterie. Auf US-Seite werden Navy SEALS vermutet. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, vier Militärfahrzeuge seien zerstört worden.

Laut France Press habe sich der Vorfall in unmittelbarer Nähe der syrisch-jordanischen Grenze zugetragen. 

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