Irakischer Vize-Präsident: „Islamischer Staat“ und al-Qaida könnten sich schon bald verbünden

Irakischer Vize-Präsident:  „Islamischer Staat“ und al-Qaida könnten sich schon bald verbünden
Die Führung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ verhandelt mit dem internationalen Netzwerk der al-Qaida über eine Allianz. Das hat der irakische Vize-Präsident Ayad Allawi am Montag gesagt.

„Die Diskussionen haben begonnen. Der Dialog erfolgt über Boten, die IS-Führer Bagdadi und al-Qaida-Führer Zawahiri vertreten“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters Allawi. Es sei noch unklar, wie genau die beiden Terrorgruppen miteinander kooperieren.

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Abu Bakir Bagdadi brach mit Ayman Zawahiri und der al-Qaida im Februar 2014. Zawahiri war mit der Gründung eines „Islamischen Staates“ einverstanden. Al-Qaida sagte sich von den Handlungen des IS los. Beide rivalisierenden Terrororganisationen bekämpften sich seitdem, insbesondere in Syrien.

Obwohl der IS militärisch aus Ost-Mosul herausgedrängt wurde, kontrolliert er noch den Westen der Stadt, Qaim, Hawidscha und Tel Afar im Irak. Hinzu kommt die wichtige Stadt Rakka in Syrien, die als faktische Hauptstadt des IS gehandelt wird. Sollte der IS militärisch besiegt werden, wird er nicht automatisch aufhören zu existieren, bemerkte Allawi. „Es werden Schläferzellen existent bleiben.“

Die irakische Armee startete mit kurdischen Peschmerga und Unterstützung aus dem Westen eine Großoffensive auf die zweitgrößte Stadt des Landes im Oktober 2016. Die Kämpfe um Mosul werden vermutlich noch Monate andauern. Der IS hat sich in der weitgehend unzugänglichen Alstadt Mosuls verschanzt.

2014 brach der IS über Syrien in weite Teile des irakischen Nordens und Westens ein. In einem Eiltempo konnte die Miliz weite Landstriche unter ihre Kontrolle bringen.

 

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