Nach US-Luftangriff: Sicherheitsberater im Weißen Haus fordert offen Sturz der Regierung in Syrien

Nach US-Luftangriff: Sicherheitsberater im Weißen Haus fordert offen Sturz der Regierung in Syrien
Links Sicherheitsberater McMaster, rechts US-Präsident Donald Trump
Der nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses H.R. McMaster hat erklärt, dass die USA ein Regime-Wechsel in Syrien anstreben. In einem Interview beteuert er hingegen: „Wir sind nicht diejenigen, die diesen Wechsel erwirken werden“.

Um weiter Druck aufzubauen, charakterisierte der Beamte den US-amerikanischen Luftschlag gegen eine syrische Luftwaffenbasis am Freitag als eine Möglichkeit für Russland, seine Unterstützung für die syrische Regierung zu überdenken. Seiner Meinung nach können die syrische Armee und die Terrormiliz „Islamischer Staat“ simultan besiegt werden.

Was wir sagen, ist, dass sich andere Staaten ein paar harte Fragen stellen müssen“, sagte der einflussreiche Berater McMaster in einem Interview mit Fox News am Sonntag. „Russland muss sich fragen, was es tun will. Warum unterstützen wir Assad in Syrien, der einen Massenmord an seiner Bevölkerung verübt?“

Bildquelle: Army.mil

„Ich denke, wie man mit dem Luftschlag sehen konnte, gibt es einen Grad gleichzeitiger Aktivität sowie erste Anzeichen der Niederlage vom IS“, behauptet McMaster. „In Syrien besteht ein zerstörerischer Gewaltzyklus, der vom IS offensichtlich, aber auch der syrischen Regierung und seinen iranischen sowie russischen Sponsoren verewigt wird.“

Berichte, wonach die syrische Luftwaffe nur kurze Zeit später wieder Flüge von der bombardierten Schayrat Luftwaffenbasis in der Provinz Homs startete, rechtfertigte der Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump.

Es war nicht das Ziel, den Flughafen zu zerstören“, sagte er. Die USA wollten mit dem Einsatz von Tomahawk-Marschflugkörper lediglich „ein starkes Signal“ setzen, um mutmaßliche Chemiewaffenangriffe künftig zu verhindern.

Die Ziele der USA in der Region, sagte McMaster, sind die „Bekämpfung des IS“ und „ein signifikanter Wandel in der Natur der Assad-Regierung und ihres Verhaltens“. Kremlsprecher Dimitri Peskow hat am Montag festgestellt, dass sich die USA zum Thema Syrien-Konflikt „völlig unwillig“ zeigen, mit Russland zu kooperieren. Seiner Einschätzung nach nehmen die USA keinerlei Rücksicht auf Interessen und Bedenken anderer Länder.

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