Weißes Haus: Weitere Angriffe auf Syrien möglich

Weißes Haus: Weitere Angriffe auf Syrien möglich
Der Sprecher der Trump-Regierung hat erklärt, dass die USA möglicherweise weitere Angriffe gegen Syrien durchführen könnten. Die Welt habe einen "entschlossenen" Präsidenten erlebt. Russland besteht derweil auf eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.

Die Vereinigten Staaten halten sich vor, erneut Syrien anzugreifen. Ein weiterer Angriff hänge davon ab, ob es wieder zu Giftgasangriffen gegen Zivilisten kommt. Dies erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, auf einer Pressekonferenz.

Bildquelle: Army.mil

Der Anblick von Menschen, die vergast und von Fassbomben zersprengt werden, gewährleistet, dass wir die Möglichkeit weiterer Aktionen nicht ausschließen, wenn es erneut zu solchen Aktionen [der syrischen Armee] kommt“, sagte Spicer.

Der US-Angriff sei eine Botschaft nicht nur an Syrien, sondern auch an andere Staaten, fügte er hinzu.

Nicht nur Syrien, sondern die Welt sah einen Präsidenten, der entschlossen handeln wird.“

Am 7. April griff die US-Armee mit Raketen den syrischen Luftstützpunkt Schajrat in der Provinz Homs an. Washington behauptete, die Basis sei der Ausgangspunkt eines angeblichen Chemiewaffenangriffs der syrischen Luftstreitkräfte am 4. April gewesen. Konkrete Beweise hierfür liegen für diese Anschuldigungen nicht vor. Damaskus bestreitet, Giftgas eingesetzt zu haben.

Der syrischen Regierung zufolge griffen syrische Kampfflugzeuge ein Waffenlager von Terrorgruppen an, die sich in der Region Idlib verschanzt haben. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Aufständischen auch Chemiewaffen dort gelagert hatten.

Jim Mattis, Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, erklärte, dass der US-Raketen-Angriff rund 20 Prozent der syrischen Kampfflugzeuge, Treibstoff- und Munitionsdepots sowie Luftabwehrfähigkeiten zerstörte.

Insgesamt feuerte die US-Armee von Kriegsschiffen im Mittelmeer 59 Tomahawk-Raketen ab. Russischen Angaben zufolge erreichten nur 23 davon ihr Ziel.

Die Mehrheit der Opfer des US-Angriffs waren Zivilisten, erklärte der Gouverneur der Homs-Provinz Talal al-Barasi. Insgesamt starben 14 Menschen, einschließlich neun Zivilisten, gab der Beamte an.

Moskau betonte, dass Syrien übereinstimmend mit seinen internationalen Verpflichtungen sein Chemiewaffenarsenal vernichtet hatte. Dies hatte die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) bestätigt.

Die russische Regierung forderte eine Untersuchung des Vorfalls seitens unabhängiger Experten.

Das ist der einzige Weg, um objektive Beweise zum angeblichen Einsatz giftiger Stoffe festzustellen und der ganzen internationalen Gemeinschaft vorzulegen.“

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