Israel: Kriegsende in Syrien nur mit Pufferzone

Israel: Kriegsende in Syrien nur mit Pufferzone
Israelische Soldaten nehmen an einer Übung in den von Israel eingenommenen Golanhöhen zwischen Israel und Syrien teil; 20. März 2017.
Netanjahu wird einen Friedensschluss in Syrien nur billigen, wenn es eine Pufferzone gibt, um Iran und Hisbollah davon abzuhalten, ihre Präsenz vor Israel zu festigen. Dies wurde im Zuge der US-Bombardierungen eines Militärstützpunkts nahe Homs bekannt.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu will nur dann einem Friedensschluss in Syrien zustimmen, wenn in diesem Zusammenhang eine Pufferzone an der Grenze zwischen Syrien und Israel und Syrien und Jordanien eingerichtet wird. Die israelische Zeitung Haaretz beruft sich hierbei auf eine anonyme Quelle. Netanjahu habe dies gegenüber der US-Regierung zur Diskussion gebracht. Die Nachricht wurde im Zuge der US-Angriffe auf einen syrischen Stützpunkt nahe Homs publik. 

Wie eine solche Pufferzone aussehen soll, wurde nicht deutlich. Auch gibt es bisher keine Angaben darüber, wer die Kontrolle einer solchen Zone übernehmen sollte. Aber Netanjahu will diese Zone auf der syrischen Seite wissen und nicht auf der israelischen. Israelische Truppen sollen nicht involviert sein. 

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hatte Israel den Wunsch einer arabisch-israelischen Koalition ausgerufen, die von den Amerikanern geführt werden soll und sich gegen den Erzfeind Iran richtet. Israel wirft dem Iran vor, in Syrien und auch im Jemen Stellvertreterkriege zu führen und darüber hinaus seine Präsenz im Irak auszuweiten. 

Am Sonntag wird der UN-Sicherheitsrat ein Treffen abhalten, in welchem es um die Situation in Syrien gehen wird. Auch dann wird es wieder um den Giftgasaustritt in Idlib gehen, im Zuge dessen es zu einer Vorverurteilung Assads kam. Dem Angriff fielen mehr als 100 Menschen zum Opfer. 

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