Iran wehrt sich gegen Vorwürfe von US-General: "USA agieren wie Einbrecher im Haus"

Iran wehrt sich gegen Vorwürfe von US-General: "USA agieren wie Einbrecher im Haus"
Irans Verteidigungsminister Hussein Dehqan weist Vorwürfe aus den USA zurück, der Iran würde in der Region einen destabilisierenden Einfluss ausüben.
Irans Verteidigungsminister Hussein Dehqan riet den USA, den Persischen Golf zu verlassen und dort keine Schwierigkeiten zu machen. Der Minister reagierte damit auf Anschuldigungen eines US-Generals, der Iran sei eine destabilisierende Kraft im Nahen Osten.
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"Was suchen die Amerikaner im Persischen Golf? Sie sollten diese Region lieber verlassen und den Ländern der Region keine Schwierigkeiten bereiten", erklärte Dehqan in einer Stellungnahme, die iranische Staatsmedien am Donnerstag veröffentlicht hatten. Der iranische Minister verglich die Außenpolitik der USA mit der Art und Weise, wie "Einbrecher im Haus" agieren.

Er sagte:

Ist es akzeptabel, wenn ein bewaffneter Räuber dein Haus betritt, zu erwarten, dass man ihm den roten Teppich ausrollt? Das ist ein Beispiel für die Ignoranz der Moderne im 21. Jahrhundert.

Dahqan reagierte damit auf vorangegangene Bemerkungen vonseiten des kommandierenden Generals des US-Zentralkommandos, Joseph Votel. Dieser beschuldigte Iran, einen destabilisierenden Einfluss auf den Nahen Osten auszuüben.

"Wir beschäftigen uns auch mit einer Reihe von bösartigen Aktivitäten, die von Iran und seinen Ablegern in der Region ausgehen", sagte Votel bei einer Anhörung vor dem Komitee für militärische Angelegenheiten im US-Senat. Seiner Meinung nach übt Iran erheblichen Einfluss auf den Irak und auf Syrien aus.

So wie ich das sehe, ist der Iran die größte langfristige Bedrohung für Stabilität in diesem Teil der Welt", fügte der US-General hinzu.

Die Aussagen beider hoher Beamter spiegeln die in jüngster Zeit wieder wachsenden Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten wider. Am Samstag dementierten iranische Regierungsvertreter Vorwürfe, ihre Schnellangriffsboote hätten in der vergangenen Woche einen US-Flugzeugträger "bedrängt", wie das US-Militär behauptet hatte. In den vergangenen Monaten ist es bereits gehäuft zu Konfrontationen militärischer Natur im Persischen Golf gekommen. Washington nannte das Vorgehen Teherans in diesem Zusammenhang "unprofessionell".

Anfang März führte der Iran eine Reihe von ballistischen Raketentests durch. Dies verärgerte die Trump-Regierung in Washington noch zusätzlich. Nach iranischen Angaben kann die Schiffsrakete Hormus-2 Ziele in einer effektiven Reichweite von 300 Kilometern treffen. Die USA beschlossen daraufhin, Sanktionen gegen die Islamische Republik zu verhängen.

 

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