YPG-Pressesprecher: Russland plant militärische Zusammenarbeit mit syrischen Kurden

YPG-Pressesprecher: Russland plant militärische Zusammenarbeit mit syrischen Kurden
Symbolbild
Russische Armee-Einheiten werden einen Stützpunkt im Gebiet der syrischen Kurden errichten. Dies berichtete der Pressesprecher der Volksverteidigungskräfte (YPG), Redur Xelil, gegenüber Reuters. Russische Soldaten sollen die kurdische Miliz ausbilden.

Beide Seiten haben am Sonntag die Vereinbarung unterfertigt, so der Sprecher. Russische Truppen befänden sich bereits in der nordwestsyrischen Provinz Afrin. Die Region grenzt an das von der türkischen Armee und mit dieser verbündeten Gruppen besetzte Gebiet im Norden Syriens.

Kämpfer der Syrian Democratic Forces (SDF) mit ihren Waffen im Norden von Rakka, 8. März 2017.

Die russische Präsenz […] beruht auf einer Vereinbarung zwischen den YPG und den russischen Streitkräften in Syrien, im Rahmen der Zusammenarbeit gegen den Terrorismus, um unsere Kräfte in der modernen Kriegsführung zu üben und um einen direkten Kontaktpunkt mit den russischen Kräften zu bilden", ließ der YPG-Sprecher in einer schriftlichen Erklärung mitteilen.

Die syrisch-kurdische YPG-Miliz gilt unter Experten als eine der effektivsten bewaffneten Organisationen im Kampf gegen den so genannten Islamischen Staat. Die syrischen Kurden rücken derzeit auf mehreren Fronten ins Hinterland des IS vor. Einzelne kurdische Truppenverbände seien gar bis an die Stadtgrenzen der selbsterklärten IS-Hauptstadt Rakka vorgedrungen.

Aus diesem Grund versuchen sowohl Washington als auch Moskau, sie zu umwerben. Während die Vereinigten Staaten bisher vor allem militärische Unterstützung leisteten, tritt Russland oft als politischer Befürworter der Anliegen syrischer Kurden auf. Die Türkei dagegen betrachtet die als Erweiterung der so genannten Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die die dortigen Behörden als terroristische Vereinigung einstufen.

Trends: # Krieg in Syrien