Lawrow: Kurden müssen an Genf-Konferenz zu Syrien beteiligt werden

Lawrow: Kurden müssen an Genf-Konferenz zu Syrien beteiligt werden
Russlands Außenminister Sergei Lawrow hatte zuvor bereits mehrmals gefordert, die syrischen Kurden an den Friedenskonferenz für Syrien in Genf zu beteiligen.
Russlands Spitzendiplomat hat gefordert, die syrischen Kurden an der Syrien-Konferenz in Genf zu beteiligen. Ohne sie sei ein Frieden nicht möglich. Derweil baten die Teilnehmer einer kurdischen Konferenz in Moskau um Russlands Unterstützung.

Laut einer Erklärung des russischen Außenministeriums trafen sich der russische Außenminister Sergei Lawrow und der UN-Sondergesandte für Syrien Staffan de Mistura am Donnersag. Sie besprachen den Fortschritt der Astana-Gespräche zwischen den Konfliktparteien des syrischen Bürgerkrieges. Lawrow betonte, dass es ohne die Kurden in Syrien keinen Frieden geben kann.

Wenn nicht alle Oppositionsgruppe, einschließlich der Moskau-, Kairo-, Astana- und Hmeymim-Gruppen sowie die Kurden, nicht angemessen repräsentiert sind, ist es unmöglich zu erwarten, dass die nächste Runde der Friedensgespräche in Genf ein Erfolg sein wird“, hieß es in der Erklärung.

Russlands Außenminister Sergei Lawrow bekräftigte, dass Syriens Kurden eine wichtige Rolle spielen können, um den Konflikt zu beendigen.

Die syrische Friedenskonferenz in Genf unter UN-Schirmherrschaft soll am 23. Februar beginnen. Moskau hatte schon zuvor mehrmals gefordert, die syrischen Kurden an den Gesprächen zu beteiligen. Im Gegensatz zu Russland lehnt die Türkei eine Teilnahme der syrisch-kurdischen Gruppen jedoch strikt ab.

Indessen fand in Moskau am Mittwoch eine Konferenz unterschiedlicher kurdischer Gruppen zum Thema „Der dritte Verteilungskrieg im Nahen Osten“ statt. Die Internationale Union Kurdischer Sozialer Institutionen sowie die Kurdische Nationale und Kulturelle Föderale Autonomie Russlands waren die Organisatoren der Veranstaltung. Führende kurdische Politiker aus der Türkei und Syrien beteiligten sich am Treffen.

Im Abschlussdokument forderten die Teilnehmen unter anderem, dass Moskau Druck auf die türkische Regierung ausübt, um „sie aus dem Desaster zu retten, in die sie hineingetappt ist.“ Auch baten sie die russische Regierung, ihren internationalen Einfluss zu nutzen, um eine „dauerhafte, auf wahren Gerechtigkeitsmaßstäben beruhende Lösung“ für den Nahen Osten zu finden.

Das Vertrauen der versammelten kurdischen Gruppen in Russland scheint groß zu sein, da sie Russland sogar beschworen, das Projekt der Föderation Nordsyriens – die selbsterklärte kurdische Autonomieregion in Syrien – auf der internationalen Bühne bekannt zu machen. 

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