Iranischer Präsident: Kein Zurück beim Nuklearabkommen

Iranischer Präsident: Kein Zurück beim Nuklearabkommen
Der iranische Präsident Hassan Rohani stellte sich am Dienstag in der Hauptstadt Teheran den Fragen der Journalisten.
Irans Präsident Hassan Rohani hat am Dienstag erklärt, dass eine Neuverhandlung des Atomdeals von 2015 nicht in Frage kommt. Damit reagiert er auf Drohungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, das Abkommen aussetzen und neu verhandeln zu wollen.

Rohani erklärte, dass Trumps Äußerungen zum Thema nur "Slogans" seien. Es handle sich nicht um ein bilaterales, sondern um ein multilaterales Abkommen. Daher könne Trump alleine es nicht aufkündigen. Da das Abkommen "das Ergebnis jahrelanger, intensiv geführter Verhandlungen" sei, schloss der iranische Präsident aus, neue Verhandlungen zu akzeptieren.

Auch der scheidende US-Präsident Barack Obama warnte Trump davor, das Abkommen aufzukündigen:

Das Iran-Abkommen muss gegen die Alternativen aufgewogen werden. Eine diplomatische Lösung, die verhindert, dass der Iran eine Atomwaffe erhält, ist weitaus wünschenswerter als ein ungehindertes iranisches Nuklearprogramm oder ein weiterer Krieg im Nahen Osten", erklärte Obama am Montag.

Trump hatte mehrmals das von der Obama-Regierung beschlossene Abkommen kritisiert. Unter anderem bezeichnete er es als das schlechteste Abkommen der Geschichte. Trump hatte angekündigt, das Abkommen erneut auf den Verhandlungstisch bringen zu wollen.

Das Nuklearabkommen sieht vor, dass der Iran seine kontroversen nuklearen Aktivitäten zurückfährt. Im Gegenzug verpflichteten sich die anderen Vertragsparteien, ihre gegen den Iran gerichteten Sanktionen aufzuheben. Bisher betonte die iranische Regierung stets, nur für friedliche Zwecke atomare Forschung zu betreiben. 

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