Live Leak: Syrischer Terrorist ermutigt Töchter zum Selbstmordattentat

Live Leak: Syrischer Terrorist ermutigt Töchter zum Selbstmordattentat
In dem Video eines Mitgliedes der Al-Nusra-Front ruft ein Vater seine kleinen Töchter zum Selbstmordattentat auf. Eines der Mädchen soll sich bereits in Damaskus in die Luft gesprengt haben. Eine Botschaft aus einer fernen Welt, die sich jeder Form von Mitgefühl verweigert.

von Olga Banach

Abu Nimr, ein ehemaliges Mitglied der militanten Al-Nusra Front, sieht aus wie ein klassischer Terrorist, dem man auf den ersten Blick glaubt, sich jeder Form von Empathie und Menschlichkeit zu entziehen. Mit Bart und erhobenem Zeigefinger sitzt er vor einer Flagge, die den Glauben an den Islam bezeugen soll.

Auf seinem Schoß: zwei kleine Mädchen mit zierlichen Gesichtern in schwarzes Tuch gehüllt. Im Hintergrund läuft ein radikal islamisches Märtyrer-Lied. Eine gängige Methode der Terrorgruppen, mit der Veröffentlichung solcher Videos Menschen für den Glaubenskampf zu motivieren. 

Er wendet sich den zwischen sieben- und neunjährigen Mädchen zu und redet auf sie ein: 

Abu: Fatima, was wirst du heute tun?

Fatima: Einen Selbstmordanschlag.

Abu: Wo?

Fatima: In Damaskus.

Abu: In Damaskus?! Und du bist erst neun Jahre alt? Warum überlässt Du dies nicht Männern? Ach so, die Männer sind weggerannt und haben sich von den grünen Bussen evakuieren lassen. Du willst, dass dich diese Ungläubigen in Damaskus fangen, töten und vergewaltigen?

Fatima: Nein.

Abu: Dann willst du sie also bombardieren, nicht wahr? Wir sind eine Religion der Ehre und keine Religion der Demütigung, stimmt`s?

Fatima: Ja. Inschallah. So Gott will.

Ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, weiß sie um ihre Vorbestimmung. Sie wirkt nachdenklich und man möchte sich fragen, ob es nicht irgendetwas gibt, was sie in der irdischen Welt vermissen wird. Zu gerne möchte man an die Menschlichkeit glauben. Heute aber ist sie bereits tot und dem Willen ihres Vaters gefolgt.

Sie soll sich, laut der syrischen Nachrichtenagentur SANA, vor einer Polizeistation in Damaskus in die Luft gesprengt haben. Das Mädchen war bereits verheiratet. In ihrem Testament verfasste sie ihre letzten Wünsche: Dass ihr Mann vom Assad-Regime freigelassen wird und ihre Eltern den Glaubenskampf weiterführen. 

Dann wendet er sich dem jüngeren Kind zu. Es lacht, als der Vater es ansieht und versteht nicht, was er sagt

Abu: Islam, meine Liebste, was machst du heute? Hast du Angst? Nein, weil du zu Gott zurückkehren wirst, nicht wahr? Danke Gott. Sag „Allahu akbar“!

Im Chorus rufen sie: Allahu akbar! 

Abu: Gott ist groß.

Anschließend rezitiert Abu. 

Aus einem Gespräch zwischen RT-Deutsch und einem Islamwissenschaftler zur künftigen Entwicklung in Syrien geht hervor, dass sich die Rebellen mit den noch radikaleren Gruppen wie der Al-Nusra-Front vereinigen werden müssen, falls sie in Zukunft Gebiete in Syrien beherrschen wollen. 

Bildquelle: Twitter / World on Alert

Ein Kommandeur der Al-Nusra-Front machte öffentlich, dass seine Gruppe Waffen aus Amerika erhalten hat, obwohl sie offiziell in den USA als Terrororganisation eingestuft werden. Früher hatte die Terrororganisation Verbindungen zu Al-Kaida. In Syrien verfolgt die Al-Nusra-Front die kompromisslose Etablierung eines islamischen Staates im Sinne der Scharia. 

Die schmerzliche Erinnerung daran, dass diese düstere Welt nicht weit entfernt von uns liegt, mussten wir nach den jüngsten Ereignissen in der Türkei durch die Ermordung des russischen Botschafters und das Attentat in Berlin erleben.

Bei der Übersetzung des Videos und des Testaments half eine Syrerin, die genau vor Menschen wie Abu Nimr nach Deutschland geflüchtet ist und auf ein Leben in einem säkularen Staat hofft. Abu Nimr sitzt weiterhin mit erhobenem Zeigefinger vor seiner Flagge und schickt seine Kinder in den Tod.

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