Ägypten: Polizei erwischt Fotografen bei Produktion von Fake-Bildern "verletzter Kinder aus Aleppo"

Ägypten: Polizei erwischt Fotografen bei Produktion von Fake-Bildern "verletzter Kinder aus Aleppo"
Fake-News, Fake-Videos, Fake-Pictures. Misstrauen gegenüber der Syrien-Berichterstattung ist durchaus angebracht. Immer wieder schaffen es gestellte oder präparierte Bilder in die Medien und die sozialen Netzwerke. Ein besonders dreister Fall kommt jetzt aus Ägypten.

Die ägyptische Polizei hat offenbar einen Fotografen festgenommen, der Bilder mit „verletzten Kindern“ fabriziert hatte, und sie ins Netz stellen wollte. Die Fotos sollten das „Leid“ und die „Zerstörung“ in Aleppo illustrieren, teilte das ägyptische Innenminister am Montag mit.

Das Fotografenteam, das aus dem Fotografen, Assistenten und den Eltern der Kinder bestand, wurde in der ägyptischen Provinz Port Said dingfest gemacht, so eine Erklärung des Innenministeriums auf Facebook.

Nach Angaben des Ministeriums wurde die Polizei Zeuge der Fotosession, die sich in der Nähe eines abgesperrten Gebäudes abspielte, das von den Behörden als illegal eingestuft und zerstört worden war.

Ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid, das mit "Blut" bedeckt war, erregte die Aufmerksamkeit eines vorbeifahrenden Polizisten. Das Mädchen hielt einen Teddybären im Arm, der ebenfalls mit Kunstblut befleckt war. Sie trug zudem einen Verband um den Arm.

Wie sich später herausstellte, waren weder das Blut, noch die Armverletzung des Mädchens echt. Der Fotograf gab an, dass er die Bilder auf den Sozialen Medien als Bilder aus Aleppo veröffentlichen wollte.

Bildquelle: Twitter

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