Gräueltaten in Aleppo? - "Inszenierungen und Terroristen-Propaganda"

Gräueltaten in Aleppo? - "Inszenierungen und Terroristen-Propaganda"
Nach den Kämpfen: Einwohner gehen auf die Straße, nachdem die Kämpfe in ihrem Stadtteil abgeflaut sind, 13. Dezember 2016.
Während die Menschen in den befreiten Gebieten Ost-Aleppos aufatmen, verbreiten Medien Gräuelpropaganda über angebliche Übergriffe vonseiten der syrischen Armee. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, wies dies nun zurück.

In Aleppo toben noch letzte vereinzelte Gefechte, im Internet der Kampf um die Bilder. Videos von mutmaßlichem russischem Beschuss von Wohngebieten und von Exekutionen seien Fälschungen, die von den Terroristen in der syrischen Stadt selbst produziert und in Umlauf gebracht wurden, betont Igor Konaschenkow, der Sprecher des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation.

Alle Videos und Bilder, die angebliche russische Bombardierungen, Exekutionen und ähnliches zeigen, und auf die sich hochrangige westliche Politiker berufen, sind Inszenierungen, die von darauf spezialisierten Filmteams der Terrorkämpfer produziert wurden", so Igor Konaschenkow, am Dienstag.

Der Ministeriumssprecher betonte, es bleibe zu klären, warum so viele Publikationen dieses Material offenbar nutzen, ohne es zuvor einer genauen Prüfung zu unterziehen, und fügte hinzu:

Die syrischen Truppen sind aktiv, um die östlichen Teile Aleppos zu befreien. Diese Operation ist erfolgreich und wird mit Blick auf die Zivilbevölkerung in humaner Weise durchgeführt.

Die entgegenlautenden schweren Anschuldigungen westlicher Medien und Politiker bezeichnete der Sprecher als "russophobe Rhetorik".

Ebenfalls dementierte Konaschenkow die Darstellung westlicher Medien, wonach in Ost-Aleppo rund 250.000 Zivilisten in der Falle säßen und durch die Regierungsoffensive gegen die Dschihadisten in der Stadt bedroht werden.

Konaschenkow führte an, dass die Terroristen in Ost-Aleppo rund 100.000 Menschen als menschliche Schutzschilde benutzten. Diese Zivilisten seien mittlerweile aber außerhalb des Gefahrengebietes:

Bei der allerersten Möglichkeit haben sie ihre Enklave verlassen und begaben sich in die Bezirke, die von der syrischen Armee kontrolliert werden. Dort gibt es Sicherheit, wirkliche Hilfe und Nahrungsmittel.

Nachdem ein Großteil von Ost-Aleppo befreit wurde, treten auch immer mehr Fakten über die schockierenden Umstände zutage, unter denen Zivilisten leben mussten, während die Dschihadisten die Gegend kontrollierten.

Von russischen Minenräumkommandos durchgeführte Untersuchungen zeigten, dass unter den Terroristen in Ost-Aleppo keine einzige Schule und keine einzige medizinische Einrichtung ihrem eigentlichem Zweck gedient hatte. Stattdessen wurden diese als Kommandozentren, Scharia-Gerichte, Munitionsdepots und als unterirdische Produktionsstätten für selbstgefertigte Raketen verwendet.

Konaschenkow betonte ebenfalls, dass "keine Menschenrechtsaktivisten, Vertreter der Opposition oder humanitärer NGOs wie der White Helmets" in Ost-Aleppo angetroffen wurden.

Laut der Zivilbevölkerung gab es nur Hunger und umvorstellbaren Terror durch die Militanten bei jedem Versuch, Unmut auszudrücken oder die Enklave zu verlassen.

Seit dem Beginn des Krieges in Syrien im Jahr 2011 war die einst stolze Stadt Aleppo geteilt und teilweise unter Kontrolle extremistischer Kämpfer. In den vergangenen Wochen konnte die syrische Armee signifikante Gewinne in Ost-Aleppo erzielen und steht kurz vor der endgültigen Befreiung der Stadt. In westlichen Medien wird die Offensive vor allem mit meist dubiosen, regelmäßig auch gar nicht belegten Vorwürfen schlimmster Gräueltaten durch Assad-Truppen und die russische Militärunterstützung begleitet.

Auch vor dem UN-Sicherheitsrat wurden die Behauptungen thematisiert. RT-Reporterin Lizzie Phelan hat die Lage vor Ort untersucht:

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