Russisches Außenministerium: "Das ist eine Lüge. Wir haben die Schule in Idlib nicht angegriffen"

Russisches Außenministerium: "Das ist eine Lüge. Wir haben die Schule in Idlib nicht angegriffen"
Bildquelle: RFS
Russland war nicht am Luftangriff auf eine Schule in Idlib am Mittwoch beteiligt. Das teilte das Außenministerium in Moskau mit. Oppositionelle syrische und westliche Medien unterstellen der russischen Luftwaffe, sie hätte die Schule im Rebellengebiet angegriffen.

Mindestens 28 Zivilisten, meist Kinder, wurden getötet, als ein Luftangriff einen Schulkomplex im Dorf Hass traf, sagen Aktivisten. Sie beschuldigten russische oder syrische Kampfflugzeuge, den Angriff gegen die zivilen Strukturen ausgeführt zu haben.

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„Jeder hat Russland und syrische Kräfte des Angriffs beschuldigt. Sie sagten unverzüglich, dass die Bombardierung von Russland und Syrien ausgeführt wurden. Das ist eine Lüge. Russland hat nichts mit dieser schrecklichen Attacke zu tun“, erklärt nun die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zachararowa.

Die jüngste Bekanntmachung des russischen Zentrums für Aussöhnung erwähnt keine Operation russischer Lufteinheiten in der Provinz Idlib. Das Außenministerium Russlands teilte jedoch mit, dass es die Daten im Zusammenhang mit dem Idlib-Angriff eigens überprüfen werde.

Russland „fordert alle internationalen Organisationen auf, sich der Untersuchung anzuschließen“, fügte Zacharowa hinzu.

Erstmals nahmen die sogenannte "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" mit Sitz in Großbritannien und das "Zivilschutz-Netzwerk", auch unter dem Begriff "Weißhelme" bekannt, den tragischen Vorfall medial auf. Auch das oppositionelle Idlib Medienzentrum bestätigte den Luftangriff auf die Schule. Es behauptete, dass eine „Rakete“ auf dem Gelände einschlug.

Die UN-Kinderrechts- und Nothilfeorganisation beschrieb den Angriff in der nordwestlichen Ortschaft Syriens als mögliches „Kriegsverbrechen“. Laut der Organisation habe man es mit dem wahrscheinlich „tödlichsten Angriff auf eine Schule“ seit dem Beginn des syrischen Bürgerkrieges zu tun.

Bildquelle: army.mil

„Das ist eine Tragödie, eine Empörung. Wenn das absichtlich verübt wurde, dann ist es ein Kriegsverbrechen. Die Kinder gingen ihren Familien für immer verloren. Lehrer verloren für immer ihre Schüler. Das ist eine weitere Narbe in der Zukunft Syriens“, kommentierte UNICEF-Direktor Anthony See.

Die Provinz Idlib wird vollständig vom Rebellenbündnis Dschaisch el-Fatah (zu Deutsch: Eroberungsarmee) gehalten, das von der religiös-konservativen Organisation Ahrar el-Scham angeführt wird. Teil des Bündnisses ist unter anderem der ehemalige syrische Ableger der al-Qaida, der sich inzwischen Dschabhat Fatah el-Scham nennt.