"Russland griff UN-Hilfskonvoi in Aleppo an": Moskau fordert Beweise nach britischen Anschuldigungen

Der Mythos lebt: Auch Englands Außenminister Boris Johnson wiederholte jüngst die durch keinerlei Evidenz gestützte Darstellung, Russland sei für den Angriff auf einen Un-Hilfskonvoi nahe Aleppo im September verantwortlich gewesen.
Der Mythos lebt: Auch Englands Außenminister Boris Johnson wiederholte jüngst die durch keinerlei Evidenz gestützte Darstellung, Russland sei für den Angriff auf einen Un-Hilfskonvoi nahe Aleppo im September verantwortlich gewesen.
Im Zusammenhang mit der Behauptung, Russland sei für den Beschuss eines UN-Hilfskonvois nahe Aleppo im September verantwortlich, scheint man im Westen mehr auf die Quantität ihrer Wiederholung als auf die Qualität objektiver Beweise zu setzen.

Ein zerstörter LKW des Hilfskonvois des arabischen Halbmondes und unter Schirmherrschaft der UN stehend.

Die Anschuldigungen des britischen Außenministers Boris Johnson, Russland habe unweit der syrischen Stadt Aleppo einen UN-Hilfskonvoi bombardiert, sind unbegründet. Das sagte der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Mittwoch und forderte London auf, glaubwürdige Beweise für diese Behauptung vorzulegen.

Nach Meinung des Generalmajor Konaschenkows ist "die russophobe Hysterie bestimmter Angehöriger des britischen Establishments nicht einmal mehr erstaunlich".

Derzeit erleben wir die seit dem 20. September mittlerweile dritte Welle von Anschuldigungen, wonach Russland die Verantwortung für den Angriff gegen den humanitären Konvoi in Aleppo trage", sagte der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums.

Jedes Mal höre man aufs Neue von vermeintlichen "Zeugenaussagen" oder solchen von "Freiwilligen" oder von "belastbaren Aussagen der US-Geheimdienste", die aber später immer wieder von US-Generalstabschef General Joseph Dunford im Kongress zurückgewiesen werden mussten", gab Generalmajor Konaschenko zu bedenken.

Ohne Unterstützung aus Saudi-Arabien und Katar wäre der terroristische Aufstand in Syrien längst beendet. WikiLeaks beweist nun, dass selbst US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton dieser Aspekt bewusst ist.

Am vergangenen Dienstag behauptete der britische Außenminister Boris Johnson, die russische Luftwaffe in Syrien hätte den Konvoi gezielt ins Visier genommen. Dabei berief sich der Minister auf öffentlich zugängliche Satellitenbilder.

"Alle verfügbaren Beweise weisen auf eine russische Verantwortung für die Gräueltaten hin", sagte Johnson im britischen Parlament während einer Debatte über Syrien.

Es gab keine russischen Flugzeuge in der Nähe des humanitären Konvois", betonte Konaschenkow. Russland besitze zuverlässige Daten der Flugsicherung über alle Flüge, die seit dem 19. September in Aleppo durchgeführt wurden, fügte er hinzu.

An diesem Tag zerstörte ein mutmaßlicher Luftangriff einen Hilfskonvoi der UN, der in Richtung Aleppo unterwegs war. Der Konvoi mit humanitären Hilfsgütern soll in Zusammenarbeit mit dem Roten Halbmond organisiert worden sein.

Daraufhin beschuldigten westliche Medien und Staaten schnell die russische Seite, die Gräueltat verübt zu haben. Russland seinerseits lehnt diese Anschuldigungen ab und macht deutlich, dass zum besagten Zeitpunkt keinerlei Flugmissionen in Aleppo stattgefunden hatten.