Shoigu: Russland und USA arbeiten an "gemeinsamen militärischen Aktionsplan" zu Aleppo

Shoigu: Russland und USA arbeiten an "gemeinsamen militärischen Aktionsplan" zu Aleppo
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat in einem Interview mit „Rossija-24“ bekannt gegeben, dass Russland und die USA an einem gemeinsamen "militärischen Aktionsplan" für Aleppo arbeiten. Bei den Verhandlungen käme man "Schritt für Schritt einer Umsetzung näher". Der Verteidigungsminister der Russischen Föderation erläuterte in dem Interview zudem, dass Russland in letzter Sekunde einen NATO-Angriff mit Hunderten Marschflugkörpern auf Syrien verhindern konnte.

Schoigu erläuterte gegenüber R24, dass Moskau einen gemeinsamen militärischen Aktionsplan mit Washington gegen dschihadistische Gruppen in Aleppo aushandle. Er sagte:

„Wir sind jetzt in einer sehr aktiven Phase der Verhandlungen mit unseren amerikanischen Kollegen. Wir rücken einem gemeinsamen Plan Schritt für Schritt näher. Ich spreche hier nur über Aleppo. Das würde uns wirklich helfen, gemeinsam zusammenzuarbeiten, um Frieden zu bringen. Damit Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren können.“

Im Interview mit dem russischen Staatssender erläuterte der Verteidigungsminister der Russischen Föderation zudem, dass es Russland in letzter Sekunde gelungen sei, einen NATO-Angriff mit Hunderten Marschflugkörpern zu verhindern. 

„Wenn man sich fragt, was wäre gewesen, wenn es unserem Präsidenten nicht gelungen wäre, Obama zu überreden und die Idee durchzusetzen, sämtliche Chemie-Waffen abzugeben und zu vernichten? Es gab allein an US-Marschflugkörpern etwa 624 Stück, die unmittelbar bereit standen für einen massiven Militärschlag gegen Syrien.“

Wäre es zu einem NATO-Angriff gekommen, wäre die Staatsstruktur Syriens kaum wiederherstellbar.

2013 überzeugte Russland die USA im Rahmen von intensiven Verhandlungen, dass der syrische Bürgerkrieg, nachdem es zum Einsatz von C-Waffen im Vorort Ghuta der Hauptstadt Damaskus gekommen war, friedlich geregelt werden müsse. Die beiden Seiten vereinbarten eine militärische Nichteinmischung und die Vernichtung syrischer C-Waffen bis spätestens Mitte 2014.