Syrien: Manbidsch vollständig durch kurdische YPG-Einheiten vom IS befreit

Die Freude ist groß: Kämpferinnen der SDF umarmen sich.
Die Freude ist groß: Kämpferinnen der SDF umarmen sich.
Vertreter der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben erklärt, dass sie die Stadt Manbidsch vollständig von IS-Terroristen befreit haben. Seit dem 31. Mai tobte ein erbitterter Kampf um die Stadt.

Ein hochrangiger Vertreter der SDF, ein Zusammenschluss mehrerer Milizen unterschiedlicher Ethnien unter Führung der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), sagte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Sputnik, dass das gesamte Stadtgebiet vom IS befreit wurde. Manbidsch liegt im Norden Syriens, zwischen Arfin und Kobane, zwei von den syrischen Kurden ausgerufene Kantone.

Die Operation zur Befreiung der Stadt begann am 31. Mai und dauerte 73 Tage. Am 10. Juni wurde die Stadt vollständig eingekesselt. Angaben der SDF zufolge wurden 172.000 Zivilisten gerettet und in sichere Gebiete gebracht.

Gestern konnten sich die salafistischen Terroristen nur noch in einem einzigen Viertel halten. Heute Morgen leiteten die SDF-Kämpfer eine Operation zur Säuberung dieses Viertels von IS-Terroristen ein. Der kurdischen Nachrichtenagentur ANF zufolge wurde das Viertel um 17:05 Uhr Ortszeit vollständig befreit.

Insgesamt 3.000 dschihadistische Terroristen wurden laut SDF während der Operation zur Befreiung der Stadt getötet. 283 SDF-Kämpfer starben.

Die nordsyrische Stadt liegt auf einer der wichtigsten Versorgungsrouten des IS: über Manbidsch erhielt die Terrororganisation Nachschub aus der Türkei.

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