Syrien: Hmeimim wird vollwertiger und dauerhafter militärischer Auslandsstützpunkt Russlands

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schojgu inspiziert den Fliegerhorst Hmeimim während eines Arbeitsbesuches in Syrien
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schojgu inspiziert den Fliegerhorst Hmeimim während eines Arbeitsbesuches in Syrien
Die Luftwaffenbasis nahe der syrischen Ortschaft Hmeimim wird sich zu einem ständigen Militärstützpunkt Russlands in Syrien entwickeln. Das russische Verteidigungsministerium will den Fliegerhorst entsprechend ausbauen und dort neue "Infrastrukturobjekte" sowie weitere Flak- und Bunkersystme errichten.

Das Mitglied des Föderationsrates, Franz Klinzewitsch, erzählte in einem Interview für die Zeitung Iswestija, von den Plänen des russischen Militärs:

„Nach Klärung des rechtlichen Status wird Hmeimim zum dauerhaften Stützpunkt der russischen Streitkräfte werden. Man wird dort die entsprechende Infrastruktur aufbauen, sodass unsere Armeeangehörigen dort in würdigen Verhältnissen wohnen können. Das Kontingent der Luft- und Raumstreitkräfte kann laut bilateralen Abkommen aufgestockt werden. Wie dem auch sei, bisher gibt es dort genug Kräfte und Mittel, um die gestellten Aufgaben zu lösen.“

Eine Quelle in der russischen Militärbehörde gab bekannt, dass man auf dem Flugplatz geschützte Abstellflächen für Kampfjets und andere Einrichtungen bauen werde.

„Es wird geplant, die Abstellfläche für Flugzeuge auszubauen, weil es in den Tagen mit Spitzenauslastung Probleme bei der Unterbringung von Flugzeugen gegeben hat. Außerdem soll der Stützpunkt mit Schutzwällen für den Fall eines Beschusses oder eines Bombardements  gesichert werden. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird man die Staffeln womöglich separat stationieren. Bisher existiert dort nur ein riesiger ʻParkplatzʼ für alle. Im Stützpunkt wird man außerdem neue radiotechnische Anlagen, darunter Luftverkehrssysteme, installieren“, so die Quelle.

Neben den Kampfjets würden in Hmeimim auch neue Flak-Systeme genug Raum finden. Die Militärs würden neue Wohnobjekte bekommen. 

Am 9. August hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, der Staatsduma (dem Unterhaus des russischen Parlaments) einen Gesetzentwurf unterbreitet, der die Ratifizierung eines russisch-syrischen Abkommens über die Stationierung eines Luftwaffenkontingents der Streitkräfte Russlands auf syrischem Boden vorsieht.