Vize-UN-Botschafter: „US-Handlungen provozieren Anstieg des Terrors und der Destabilisierung“

Arbeiter räumen nach einem Autobombenattentat in Damaskus die Straße.
Arbeiter räumen nach einem Autobombenattentat in Damaskus die Straße.
Die USA erfüllten nicht ihre Verpflichtungen zur Friedensregelung in Syrien hat der Vize-UN-Botschafter Russlands, Wladimir Safronkow erklärt und darauf verwiesen, dass die USA bis heute ihr Versprechen von Februar 2016, "die gemäßigte Opposition von den Terroristen zu trennen" nicht eingelöst haben und immer neue Vorwände einbrine, wieso es noch nicht zu diesem Schritt kam. Er rief die USA abschließend auf „wenigstens aus eigenen Fehlern zu lernen und von Hinterhältigkeit Abstand zu nehmen“.

„Die kurzsichtige „demokratisierende“ Politik der USA, die sogar führende amerikanische Experten kritisieren, sowie einer Reihe von Ländern, die ihnen nach dem Mund reden, hat zur Destabilisierung in einer ganzen Region und der Zunahme der Bedrohung durch Terrorismus geführt“, erklärte  der stellvertretende UN-Botschafter Russlands, Wladimir Safronkow, bei einem informellen Treffen des UN-Sicherheitsrates zu Syrien.

Er erinnerte daran, dass bereits Ende Februar 2016 die US-amerikanische Seite Russland versprochen hatte, die Terroristen von der „gemäßigten Opposition“ innerhalb von zwei bis drei Wochen zu trennen.

„Wie ist das Ergebnis? Diese Frist wurde danach und wird immer noch verschoben, man hat uns weitere Vorwände und Vorbehalte genannt. Die Situation hat sich nicht geändert – nun steht der Wagen heut noch dort. Wie wissen immer noch nicht die Ortskoordinaten, wo die gemäßigte Opposition stationiert ist, die bereit ist, gegen den „Islamischen Staat“ zu kämpfen; wo Terroristen und ihre Helfershelfer sind. … Warum geschieht es so? Die Antwort ist zwar einfach: Es ist die Auswirkung des anhaltenden Wunsches, die Terroristen für geopolitische Zwecke und Pläne zu Syrien auszunutzen“, sagte der Diplomat. 

Seinen Worten zufolge wirkt das nicht. „Das hat in Afghanistan nicht funktioniert, in anderen Ländern auch nicht. Das funktioniert heutzutage auch in einigen weiteren arabischen Ländern nicht“, bemerkte Safronkow.

Er rief die USA auf „wenigstens aus eigenen Fehlern zu lernen“. „Aber allem Anschein nach erlauben die ideologischen Dogmen, in die einige westliche Hauptstädte sich selbst getrieben haben, sogar einen solch logischen Schritt nicht zu machen“, fügte der Vize-UN-Botschafter Russlands hinzu.

Safronkow zufolge sei es unzulässig die humanitäre Situation in Syrien zu politisieren:

„Im Großen und Ganzen wird man den Eindruck nicht los, dass der Unwille, die Unbereitschaft und Unfähigkeit, den Terroristen Einhalt zu gebieten und sie von den so genannten „gemäßigten“ Oppositionellen zu trennen, sich hinter Stöhnen und Weinen um die humanitäre Situation verschanzen, die wirklich schwierig ist, und zwar nicht nur in Aleppo.“

Er bemerkte, dass „für die Opponenten von Damaskus und diejenigen, die der Vereinigung der internationalen Bemühungen behindern, die Hauptsache   ist, einen bestimmten Grad an Hysterie um die humanitäre Richtung aufrechtzuerhalten“.

„Dabei klingt derartige Besorgnis zwar heuchlerisch im Hintergrund der andauernden einseitigen Sanktionen gegen Syrien. Vielleicht ist es an der Zeit sie aufzuheben, um wenigstens zum Teil die Leiden der einfachen Syrer zu erleichtern? Wo auch immer sie sein mögen – in Damaskus, Aleppo, im Osten oder Westen von Aleppo,  in Manbidsch oder weiteren Städten“, betonte Safronkow.

Seinen Worten zufolge ruft die russische Seite ihre Kollegen auf, „von Hinterhältigkeit Abstand zu nehmen und anzuerkennen, dass der Urgrund von allen humanitären Problemen in Syrien nicht in der Terrorismusbekämpfung durch die legitime Regierung Syriens besteht“.

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